An der Melanchthon-Schule unterstützen Paten in den ersten Monaten die Neuankömmlinge

Kumpel helfen im Alltag

Die Unterstufensprecherinnen der MSS und zugleich drei der Paten-Buddys für die Fünftklässler: von links Chantal Preis, Lina-Sophie Hegenbart und Leah Weidemeyer. Foto: privat/nh

Steinatal. An der Melanchthon-Schule Steinatal (MSS) hat jeder Fünftklässler seinen eigenen, ganz speziellen Paten. Genannt wird er Buddy. Dieser Buddy (engl.: Kumpel) begleitet seinen Schützling im Bus, hilft bei den Hausaufgaben und ist zur Stelle, wenn es mal Ärger gibt.

Die Paten

Da fast alle Kinder des Gymnasiums mit dem Bus die Schule erreichen, sei es für die neuen Fünftklässler besonders schön, dass die Paten-Buddys sie schon im Bus in Empfang nehmen und ihnen betreuend zur Seite stehen, ist die Schule überzeugt. Bei der Wahl der Patenpaare haben die sogenannten Buddy-Lehrer besonders darauf geachtet, dass beide aus derselben Region kommen. Auch die Überlegung, ob das Patenkind weiblich oder männlich ist, wurde mit einkalkuliert. „Es ist meistens so, dass Kinder in diesem Alter eher Vertrauen zu Gleichgeschlechtlichen haben. Darauf haben wir bei der Zusammenstellung geachtet“, erklärt die Buddy-Lehrerin Anke Kurz.

Das Konzept

Vor dem ersten Schultag am neuen Gymnasium flatterte den Fünftklässlern ein Brief ins Haus. Mit Foto und Begrüßungsschreiben stellt sich darin ihr Paten-Buddy vor. So entstehe in vielen Fällen unter den Patenpaaren bereits in den Ferien ein reger Briefkontakt, heißt es. In der ersten Schulwoche erwarteten die Buddys ihre Patenkinder dann bereits im Bus.

Die neuen Fünftklässler seien froh gewesen, in dieser ungewohnten Situation jemanden an ihrer Seite zu haben, meint Anke Kurz. Auch in den ersten großen Pausen sind die Paten-Buddys zur Stelle: Auf große bunte Plakate hatten sie die Namen ihrer Schützlinge gemalt, um sie nach dem Begrüßungsgottesdienst direkt in Empfang zu nehmen.

Die Erfahrungen

Auch die Siebtklässler berichten, dass es eine schöne Erfahrung ist, dem Patenkind am ersten Tag die Schule zu zeigen und zu sehen, wie sehr sie sich freuen und wie aufgeregt sie sind. Die Paten lernen, dass es ein gutes Gefühl ist, jemandem helfen zu können und geben die positive Erfahrung des Ankommens an der Melanchthon-Schule an die neuen Mitschüler weiter. (red)

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