Nachfolger gefunden: Ehepaar Gissmann hatte ersten Selbstbedienungsladen im Dorf

Der Kunde wählte selbst

Übergeben ihren Edeka-Markt an neue Pächter: Ruth und Horst Gissmann haben den Laden 1978 gegründet. Foto: Göbel

Schrecksbach. Es war der erste Selbstbedienungsladen in Schrecksbach, den Ruth und Horst Gissmann 1978 ins Leben riefen. Damals gab es in Schrecksbach noch vier Lebensmittelläden. Mit einer Verkaufsfläche von 150 Quadratmetern eröffnete das Paar damals den Edekamarkt an der Alsfelder Straße.

Doch nach 37 Jahren ist nun Schluss: Zum Jahresbeginn bekommt der Edekaladen samt Getränkemarkt neue Betreiber. Das Ehepaar Breitzke, das bereits den Edekamarkt im Willingshäuser Ortsteil Wasenberg betreibt, möchte sich erweitern und pachtet den Lebensmittelladen in Schrecksbach ab Januar.

„Meine Frau und ich werden aber weiterhin als Angestellte im Laden tätig sein und auch in Urlaubszeiten aushelfen“, sagte Horst Gissmann gegenüber unserer Zeitung.

Auch das bisherige Personal – zehn Vollzeitangestellte – wird komplett übernommen. „Uns war besonders wichtig, dass das Personal übernommen wird. Viele Mitarbeiter arbeiten seit Jahren hier. Unsere längste Mitarbeiterin ist seit 30 Jahren dabei“, sagte Gissmann.

„Uns ist wichtig, dass der Edekamarkt weitergeführt wird. Für Schrecksbach ist das ein wichtiger Anlaufpunkt, auch viele Menschen aus den umliegenden Dörfern kaufen hier ein“, sagte Gissmann.

Die Gissmanns haben ihren Edekamarkt im Laufe der Zeit stetig erweitert und vergrößert. Im Jahr 1988 bauten sie den Markt weiter aus und installierten eine Fleischtheke, die seit jeher von der Metzgerei Bechtel betrieben wird. Zusätzlich bietet der Markt an der Käsetheke mehr als 80 verschiedene Sorten Käse. Frische Backwaren gibt es von der Bäckerei Brandt. Auch eine eigene Ecke mit Tchibo-Produkten ist in dem Edeka zu finden.

Ein weiterer Meilenstein im Zuge der Ladenerweiterung war 1997 die Eröffnung des Getränkemarkts, der sich direkt hinter dem Edeka befindet und zusätzlich eine Post- und Lottoannahmestelle beheimatet. Gut 100 Sorten Bier bietet der Markt an.

Sie selbst hätten keinen Nachfolger für ihren Laden gehabt. Die Kinder hätten alle andere Berufe ergriffen, so Gissmann. „Wir haben dann mit den Breitzkes Gespräche geführt, die im Zuge einer Erweiterung Interesse an einem weiteren Laden bekundet hatten. Wie es der Zufall wollte, sind wir uns dann einig geworden“, sagte Gissmann.

Zum Jahresende wird der Laden für einige Tage geschlossen. Dann steht die Inventur des Ladenbestands an, ehe die neuen Pächter den Markt am Montag, 4. Januar, wiedereröffnen.

Von Daniel Göbel

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