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Willingshäuser Malersymposium ist angelaufen

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Malen mitten in der Landschaft: Daniel Schäfer ist einer der Workshop-Teilnehmer, neben ihm Marliese Schäfer. Bei weiteren Einheiten können Interessierte noch dabei sein.
Malen mitten in der Landschaft: Daniel Schäfer ist einer der Workshop-Teilnehmer, neben ihm Marliese Schäfer. Bei weiteren Einheiten können Interessierte noch dabei sein. © Jürgen Gemmerich

Das internationale Malersymposium Willingshausen findet in dieser Woche im vierten Jahr in Folge statt. Elf renommierte Künstlerinnen und Künstler aus zehn Ländern leben und arbeiten während dieser Zeit gemeinsam in der Malerkolonie, die bald ein ganz besonderes Jubiläum feiert: 2024 wird sie 200 Jahre alt.

Willingshausen. Das Symposium unter der Schirmherrschaft der hessischen Ministerin für Kunst und Wissenschaft Angela Dorn wird erneut von Ben Kamili geleitet. Angela Dorn lobt in ihrem Grußwort: „Das Willingshäuser Malersymposium gehört zu diesen Perlen der Kultur im ländlichen Raum, die so vielfältig sind wie die Regionen selbst.“

Der Berliner Künstler Ben Kamilili sorgte bereits im Jahr 2020 mit seiner Einzelausstellung „Die Schwalm – eine außergewöhnliche Region“ für Aufmerksamkeit. Eröffnet wurde die Veranstaltung am Sonntagabend mit einem gemeinsamen Abendessen im Gerhardt-von-Reutern-Haus. Als letzter der Teilnehmer kam Bilgaip Koçishta aus Nordmazedonien gegen 23 Uhr nach zweitägiger Bus- und Bahnreise in Willingshausen an.

Schaut genau hin: Der Kanadier Andrew Judd, an der Staffelei seine Schülerin Regine Düvel-Alix.
Schaut genau hin: Der Kanadier Andrew Judd, an der Staffelei seine Schülerin Regine Düvel-Alix. © Jürgen Gemmerich

Erstmals werden die Künstler auch außerhalb des Ortsteils Willingshausen arbeiten. Unter der kundigen Führung von Merzhausens Ortsvorsteher Heinrich Keller erkundeten die Teilnehmer am Montag herausragende Malstandorte wie die Wippersteine in Merzhausen, das Schwälmer Malerkolonie- Atelier in Sieberts Gasthof in Röllshausen und die Kapelle Schönberg.

Am Montagnachmittag begann die Arbeitswoche bei bestem Wetter. Während der Großteil der Maler an verschiedenen Standorten im Ort arbeitete, leiteten Andrew Judd und Ben Kamili ihre Workshops. Andrew Judd aus Toronto (Kanada) fand für seine Studenten einen schattigen Platz oberhalb von Willingshausen, von dem aus sie über die weitläufige Schwalmsenke bis hin zum Knüllgebirge blicken konnten. Ben Kamili arbeitete mit seiner Gruppe an einem idyllischen Ort am Flüsschen Antreff. Für Regine Düvel-Alix, aus Frankfurt angereist, war es der erste Besuch in Willingshausen.

In die Pleinairmalerei vertieft: Heidrun Rosskopf (links) und Hilda Ullrich malen an der Antreff.
In die Pleinairmalerei vertieft: Heidrun Rosskopf (links) und Hilda Ullrich malen an der Antreff. © Jürgen Gemmerich

Sie malt seit einem Jahr in Öl. Der Workshop und die entspannte Atmosphäre haben ihr so gut gefallen, dass sie ihren Aufenthalt spontan verlängerte, um einen weiteren zu besuchen. Der 16-jährige Al-Dweh Fahd lebt seit drei Jahren in Treysa. Er malt seit seiner Ankunft, hat bereits mehrere Workshops besucht und will in dieser Woche noch häufiger dabei sein.

Heidrun Rosskopf, eine Willingshäuser „Gelegenheitsmalerin“, war zum dritten Mal dabei. Sie fasste das Erlebnis strahlend mit „super“ zusammen.

Bei einem gemeinsamen abendlichen Ausklang gab es schließlich nur zufriedene Gesichter.

Information und Anmeldung: WTB, Tel. 0 66 97/14 18 oder info@willingshausen-touristik.de

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