Entlang der ehemaligen Bahntrasse: Neukirchener Kulturinitiative hat viel vor

Kunst für die Radfahrer

Kurt Makowski

Neukirchen. Kunst am Wanderweg gibt es schon: In Zukunft soll es auch Kunst am Radweg geben. Die Kulturinitiative Kunst und Dunst Schwalm-Knüll plant, den neuen Bahntrassen-Radweg rund um Neukirchen mit Objekten von heimischen Künstlern zu schmücken.

„Angelehnt ist die Idee an Ars Natura, die Kunst am Wanderweg“, erklärte Guido Hahn von Kunst und Dunst. Zur Finanzierung hofft der Verein auf Unterstützung durch die regionale Wirtschaft.

Drei Projekte wurden schon realisiert. „Wir legen Wert darauf, dass die Kunstwerke gefällig sind und bei der Bevölkerung gut ankommen“, sagte Hahn.

Im Bereich des Neukirchener Sägewerkes haben sich bereits Sprayer mit bunten Sprühstößen auf Wänden und Mauern verewigt. Stefan Kaiser, ebenfalls Mitglied bei Kunst und Dunst, arbeitet an einer Skulptur in Holzschnitztechnik. Kurt Makowskis Werk ist bereits fertig und ziert den Streckenabschnitt zwischen Neukirchen und Nausis: Aus Bahnschwellen hat der Neukirchener eindrucksvolle Gesichter herausgearbeitet.

Guido Hahn glaubt, dass die Kunst am Radweg nicht nur heimische Radler erfreuen wird, sondern auch kunstinteressierte Sportler aus der Ferne anlockt. Schließlich sei diese Etappe ein Teil des Europaradweges D4.

Bei der Gestaltung der Kunstwerke lässt der Verein den Künstlern bewusst freie Hand: „Wir sind für jede Idee offen“, sagt Hahn. Kunstschaffenden aus der Region und darüber hinaus sollen am Radweg die Möglichkeit haben, auszustellen.

Bei der Finanzierung der Projekte sind immer beide Seiten gefragt: „Einen Teil der Kosten sollte der Künstler übernehmen, einen Teil tragen wir“, sagt Hahn. Um zu verhindern, dass die Werke allzu schnell beschädigt werden, hat sich der Verein folgendes überlegt: „Objekte können nicht nur direkt am Weg installiert werden, sondern auch auf an den Radweg grenzenden Privatgrundstücken. Dann steigt auch die Hemmschwelle, etwas zu zerstören“, erläuterte der Kunstförderer. Ob Holz, Metall oder Stein – sogar Malerei können sich die Mitglieder von Kunst und Dunst am Wegesrand vorstellen. Künstler sind aufgerufen, dem Verein ihre Projekte vorzustellen. (zsr) Kontakt: Guido Hahn, Tel. 0 66 91/24 650 oder per Mail an guido-hahn@gmx.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.