Zwei Künstlerinnen zeigen im Museum in Holzburg ihre keramischen Arbeiten

Kunstausstellung in Holzburg: Spiel mit dem Zufall

Keramikausstellung Galerie HolzburgAndrea Froneck-Kramer
+
Andrea Froneck-Kramer: Ihre natürlich wirkenden Gefäße sind in zarten Blautönen dekoriert.

Holzburg. Zwei Künstlerinnen, die im Töpferhandwerk eine Basis für weiteres künstlerisches Schaffen fanden, stellen derzeit in der Galerie Holzburg aus.

Delia Henss zeigte 2013 malerische Werke, wobei dem Galeristen Dr. Anton Merk nicht verborgen blieb, dass Henss auch Händchen für Keramik hat. „Keramik war nie wirklich mein Hauptaufgabengebiet, aber hin und wieder nutze ich die Michelsberger Tonvorkommen vor meiner Haustür“, so Henss, die als Dozentin an der Hephata-Akademie tätig ist. 

Henss liebt bei all ihren künstlerischen Arbeiten die zufälligen, fließenden Elemente und so entstanden in vielen Jahren künstlerischen Wirkens ganz unterschiedliche Objekte. 

„Ich liebe die Widersprüchlichkeit.“ Delia Henss 

Besucher können einen Faltentopf wie einen „lädierten Hund“ und auch kleine Dosen erblicken, die im ersten Moment massiv erscheinen, dann aber doch eine weiche, verspielte Komponente haben. „Ich liebe die Widersprüchlichkeit“, erklärte die Künstlerin, die ihre Laufbahn an der Keramik-Schule Landshut begann. Danach absolvierte sie ein Studium der Malerei und Graphik an der Kunsthochschule Kassel, das sie mit einem Diplom abschloss. 

Auch Andrea Froneck-Kramer studierte an der Kunsthochschule in Kassel. Zuvor hatte sie das Töpferhandwerk in Schleswig-Holstein erlernt und ihre Ausbildung als Gestalterin im Handwerk in Kassel beendet. „Heute habe ich nicht mehr die Zeit, meine voll funktionstüchtige Keramikwerkstatt zu nutzen“, erklärte Froneck-Kramer, die an der Fachoberschule im Bereich Gestaltung lehrt. „Keramik muss man immer im Auge haben. Da genügt es nicht, zwei Stunden in der Woche an der Töpferscheibe zu sitzen“, so Froneck-Kramer, die mit ihrer Werkstatt in Homberg zu Hause ist. 

Froneck-Kramer liebt wie ihre Kunstkollegin Denss das Spiel mit dem Zufall und zeigt in ihrer Ausstellung Arbeiten mit Moiré-Technik. Ihre natürlich wirkenden Gefäße sind in zarten Blautönen dekoriert. Auch Schalen mit Loch-Optik gibt es bis zum 28. Oktober in der Galerie Holzburg zu bestaunen. Am 28. Oktober zeigt Delia Henss um 16 Uhr die Technik des Raku-Brandes, ein japanischer Brand „zum Wohlgefallen“. Einen Überblick über die Geschichte der Keramik gibt Dr. Anton Merk am Sonntag, 21. Oktober, um 16 Uhr. 

Ausstellung: Irdene Angelegenheiten – Keramische Arbeiten von Andrea Froneck-Kramer und Delia Henss, bis Sonntag, 28. Oktober, sonntags 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. Kontakt: Tel. 06698/ 911696 und Tel. 06698/ 919816, Email: info@dorfmuseum-holzburg.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.