Kreatives in jedem Winkel

Kunsthandwerkermarkt in Großropperhausen lockte mit Besonderem

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Es gibt sie noch, die guten Dinge: Besondere Buchbinderkunst bot von links Buchbinder Thomas Weil, hier mit den Marktbesuchern Blanka Sparn-Nafziger mit Maja Nafziger, Veronika Schüdtrumpf (Neukirchen) sowie Lasse Schott (Homberg) und Marlene und Amalia-Luise von Gimborn (Lembach).

Es gibt sie noch, die guten Dinge - dieser Satz stand auf einem der Buchdeckel, die Thomas Weil im Obergeschoss des Kunst- und Werkhofs anbot - der Satz war am vergangenen Wochenende in Großropperhausen Programm. Der Buchmacher war einer von 30 Beschickern des Kunsthandwerkermarkts auf dem Hof von Kristina Fiand und Ernst Groß. Wie in einem begehbaren Adventskalender öffnete das Künstlerehepaar Tor und Tür ihres kreativen Zuhauses. Bis ins Schlafzimmer hinein.

„Wenn man solch eine Arbeit aufwendet, muss es auch richtig krachen“, sagte Kristina Fiand. Daher seien sie gerne bereit, jeden Winkel des Künstlerhofs zur Verfügung zu stellen. „Wir haben erheblich mehr Anfragen, als wir Zusagen geben können“, so Ernst Groß. Daher habe sich in diesem Jahr erstmals zur Auswahl der Stände eine Jury gegründet. 

Glück hatten unter anderem Bettina Hauenschild vom Schloss Hirschgarten in Nassenerfurth mit Kräutertees, Kim Nowak von der Kellerwaldrösterei in Lischeid mit Kaffee und Miriam Fuchs vom Biohof Groß in Mühlhausen mit selbst gemachten Pralinen. Von den Köstlichkeiten in Miniatur konnten nicht nur Marlene und Amalia-Luise von Gimborn (Lembach) nicht genug bekommen, die mit ihren Eltern den Markt besuchten.

Große Vielfalt

Wer Ausgefallenes, Schönes und Besonderes suchte, um sich selbst oder Andere zu beschenken, war hier genau richtig. Selbst gemachte Ahle-Worscht-Bretter von Armin Dietz (Ahnatal-Weimar), gefilzte Hüte von Doris Ruppert (Edertal-Wellen) oder Handtaschen von Petra Schwierzeck (Treysa) - die Vielfalt war riesig. 

Funkelnde Augen konnte man auch am Stand von Udo von der Kolk von der Weberei Egelkraut (Trutzhain) bekommen, der feinste Bordüren feilbot.

Dekoratives, Nützliches und Leckeres: Selbst gemachte Pralinen bot der Biohof Groß (Mühlhausen),von links Miriam Fuchs mit Sabine und Lisa Heidelbach.

„Es ist schön, dass der Markt gut angenommen wird und die Leute auch nicht so knippig sind“, sagte Kristina Fiand, die selbst bemaltes Porzellan anbot.

So gab es neben Gourmet-Artikeln in der Scheune Handgefertigtes wie Schmuck, bedruckte Karten, gestrickte Mützen und aus Recycling-Material geschaffene Wohnaccessoires.

Kuchen und Stollen vom Chor

Wem es zwischendurch auf dem Künstlerhof zu zugig war, konnte sich eine Wärmflasche ausleihen oder bei warmer Pilzpfanne im Hof oder Kaffee in der Werkskantine aufwärmen. Das Künstlerpaar hatte die angebotenen Kuchen und Stollen erstmals beim Großropperhäuser Sängerinnen und Sängern in Auftrag gegeben - der Erlös kam dem Chor zugute.

Nicht schlecht gestaunt hatten Fiand und Groß jedoch am frühen Morgen, als sie verdutzt ihre Socken im Schlafzimmer suchten - auch ihr Kleiderschrank diente als Ausstellungsfläche.

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