Für Frauen in Not

Adolf und Friedelore Lauscher aus Treysa haben eigene Stiftung gegründet

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Stiftung für Frauen in Not: Friedelore und Adolf Lauscher haben eine Stiftung gegründet. Ihnen zu Seite stehen Heinz Schembier (links) und (im Hintergrund) Wilhelm Bechtel und Horst Dirlam von der Stadtsparkasse.

Treysa. Adolf und Friedelore Lauscher aus Treysa ist es ein Herzensbedürfnis, anderen zu helfen. Das Ehepaar hat deshalb eine Stiftung gegründet.

Sie heißt „Adolf und Friedelore Lauscher Stiftung - Frauen in Not".

Seit längerem tragen sich beide mit dem Gedanke, ihr Vermögen in eine Stiftung zu geben. „Unsere Kinder sind erwachsen und haben ihren Teil bekommen. Wir möchten, auch aus meiner Biografie als Vertriebener heraus, Leben erhalten, schützen und fördern“, erklärt Adolf Lauscher. Um eine Stiftung zu gründen, braucht es jedoch Berater. Und so hat sich das Paar an Wilhelm Bechtel und Horst Dirlam von der Stadtsparkasse gewandt, die beratend zur Seite standen und den Weg zur Stiftungsgründung geebnet haben. Die ersten Förderer waren die Stadtsparkasse und die VR Bank.

Ziel der Lauschers ist es, Frauen, die ungeplant schwanger geworden sind, zu unterstützen. „Wir wollen aufzeigen, dass es vielfältige Möglichkeiten der Unterstützung gibt“, sagt Friedelore Lauscher. Dabei sei die Stiftung als Ergänzung zu den bestehenden Beratungsangeboten und Leistungen im Landkreis etwa von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zu verstehen, so Vorstandsmitglied Heinz Schembier. Adolf Lauscher und seine Frau sind überzeugt: „Noch immer stehen Alleinerziehende vor vielen Problemen und werden anders angeschaut.“

Das Paar will nicht nur finanziell, sondern eben auch ganz praktisch helfen: „Wir beraten in unterschiedlichen Notlagen, zum Beispiel in Fragen rund um Schulabschluss, Ausbildung, Behördengänge, aber auch Versorgung und Betreuung des Kindes.“

Ihre Motivation begründen die Treysaer im wichtigsten Gebot der Christen: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Jedoch gebe es weitere Gründe. „Aus unserer Sicht gibt es in Deutschland zu wenig Nachwuchs“, sagt Adolf Lauscher. Es gebe zwar das Gesetz, wonach Frauen nach einer Beratung legal abtreiben könnten: „Aber nach Schwangerschaftsabbrüchen kommt es oft zu psychischen Problemen bei den betroffenen Frauen.“

500 Faltblätter sind gedruckt, die bei Ärzten im Altkreis ausgelegt werden sollen. Lauschers hoffen, dass sich Menschen finden, die sich mit ihrer Zeit einbringen, beispielsweise als Oma oder Opa auf Zeit. „Wir wünschen uns einfach, dass wir helfen können“, sagen sie. (zsr)

Kontakt: Friedelore und Adolf Lauscher Tel. 06691/20 112 oder 06691/800 70.

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