Reise um den Globus lehrte Kinder und Junggebliebene den Wert von Toleranz

Lebensfragen auf fantastische Art

Wurde flugs zur Assistentin: Rosalie Raasch mit dem Kabarettisten Peter Dietrich. Foto: Haaß

Treysa. Mit dem Programm „Valsche Fögels Weltreise“ gastierte am späten Samstagnachmittag der Kassler Bauchredner Peter Dietrich gemeinsam mit Musiker Michael Young in Treysa. Eingeladen hatte der Kulturverein Schwalmstadt. Die Weltreise der Handpuppen bildete gleichzeitig den Abschluss des Kulturprogramms des Vereins in diesem Jahr.

Knapp 70 Besucher, darunter sehr viele Kinder, waren ins evangelischen Gemeindehaus Franz von Roques gekommen, um sich gemeinsam mit den „Valschen Fögeln“ auf eine Fantasiereise nach Neuseeland und in die Wüsten Ägyptens zu begeben. Stars des Nachmittags waren die Handpuppen Rosa, der Tukan Alvin, das Huhn Henriette und ein piepsiger Kiwi mit ausgesprochen langer Zunge, welche Bauchredner Peter Dietrich allesamt gekonnt zum Leben erweckte.

Wer dachte, er könne sich von den exzentrischen „Fögeln“ auf Peter Dietrichs Arm einfach nur unterhalten lassen, wurde schnell eines besseren belehrt, Mitmachen war angesagt. Groß und Klein, Alt und Jung hatten schon beim Begrüßungslied „Halli, Hallo, herzlich willkommen“ sichtlich ihren Spaß. Da wurde gewunken, gehüpft und sich an die Nase gefasst.

Als Handpuppe Rosa das Lied „The birds in the sky flying high“ anstimmte, verwandelte sich das Publikum in einen Background-Chor, und auf ihrer Reisestation in der Wüste lehrte Dietrich gemeinsam mit seiner jungen Assistentin Rosalie Raasch die Schwälmer das Tanzen nach Art der alten Ägypter. Ausgesprochen kindgerecht gelang es den Kabarettisten aus Kassel, die für das Zusammenleben in einer Gemeinschaft so wichtigen Werte wie Toleranz und Nächstenliebe zu vermitteln.

Immer im Mittelpunkt die titelgebenden „Valschen Fögel“, welche mit einfachen Antworten die schwierigen Fragen des Lebens erklärten: „Es ist manchmal nicht einfach, alle Menschen zu mögen“, erklärte Dietrich schmunzelnd dem jungen Publikum, als Huhn Henriette von ihrer Vorliebe für Nasenpopel schwärmte.

Das gemeinsam gesungene Abschlusslied brachte es auf den Punkt: „Keiner kann alles, es geht nicht allein, es ist normal verschieden zu sein.“

Sprichwörtlich wie im Flug verging die Reise um den Globus und Punkt 18 Uhr setzte das Fantasieflugzeug der „Valschen Fögel“ in Treysa wieder zu Landung an. Das Publikum bedankte sich bei Mensch und Puppe mit begeistertem Applaus für einen humorvollen Nachmittag.

Von Matthias Haass

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