Der Förderverein Frielendorfer Altenhilfe feiert am Sonntag runden Geburtstag

Lebensqualität im Alter

Unterhaltung: Regelmäßige Veranstaltungen wie die Karnevalsfeier oder ein Schlagernachmittag werden von den Bewohnern des Diakoniezentrums gern besucht. Fotos: Rose/ 1 privat

Frielendorf. Vor etwas mehr als 20 Jahren, genau 1994, wurde der Förderverein Frielendorfer Altenhilfe gegründet. Pünktlich zum Bau des Diakoniezentrums fanden sich Menschen zusammen, die sich dem Gedanken verbunden fühlten, sich für Ältere und deren Bedürfnisse zu engagieren.

Der damalige Bürgermeister Gerhard Weitzel und der Frielendorfer Helmut Bechstein brachten das Projekt des Zentrums und die Gründung des Vereins seinerzeit auf den Weg. Die Gemeinde baute zusätzlich insgesamt acht Wohnungen für Betreutes Wohnen. „Vieles war angedacht, manches wie die Tagespflege ließ sich nicht umsetzen“, erklärt der Vorsitzende Rudolf Matheis, dem Thorsten Vaupel als Stellvertreter zur Seite steht. Doch das Zentrum wurde nach und nach erweitert, heute bietet es 68 Plätze.

Die Mitglieder des Fördervereins sind nach wie vor eine wichtige Stütze im täglichen Betrieb: Jährlich bezuschusst der Verein Dinge wie spezielle Matratzen, Zeitungsabonnements oder die Inanspruchnahme der Ergotherapie für die Bewohner. Auch für Umbauten sammelten die Mitglieder immer wieder größere Geldbeträge, etwa für eine Feuerschutztür im Tagescafé. Anfangs wurde ein Fahrdienst bezuschusst, das Angebot lag dann über mehrere Jahre brach. Demnächst soll ein Bürgerbus eingesetzt werden, auch daran wird sich der Förderverein beteiligen. „Diesmal jedoch ideell – wir werden die Idee mit Fahrern unterstützen“, sagt Matheis. Die Altenarbeit liegt den Mitgliedern nicht nur in der Kerngemeinde am Herzen: Auch Wünschen in den Dörfern kam der Förderverein nach, etwa mit der Anschaffung von Gesangbüchern.

Tagescafé im Zentrum

Seit jeher betreiben ehrenamtlich Engagierte das Tagescafé im Diakoniezentrum. Leiterin Silvia Schnorr und ihr Team öffnen immer sonntags, richten Geburtstage oder Veranstaltungen wie Tanztee oder Karneval aus, auch Lesungen und Konzerte. Reihum wird hierfür im Ort gebacken, die Einnahmen gehen komplett als Spende an die Einrichtung.

Mehr als 50 Menschen waren an der Gründung beteiligt, heute hat der Förderverein 155 Mitglieder. Von ihnen sind etliche in besonderen Gruppen aktiv, der Geburtstagsgruppe, deren Mitglieder älteren Menschen zum Geburtstag gratuliert, dem Besuchsdienst oder der Verschönerungsgruppe. Zuletzt wurde eine Trauerecke mit Kondolenzbuch eingerichtet. Gut angenommen würden auch die kulturellen Nachmittage, sagt Silvia Schnorr. Häufige Gäste sind Chöre der Umgebung. 30 Helfer kümmern sich derzeit regelmäßig: „Aber es könnten mehr sein - vor allem Jüngere“, erklärt Matheis.

Denn wie in jedem anderen Verein auch, würden die Mitglieder immer älter, Nachwuchs komme kaum nach. „Dabei könnten sich Junge auch einbringen, die machen Älteren häufig mit ihrem Elan und den Einstellungen Mut und Freude“, finden Matheis und Schnorr. Damit die Helfer ebenfalls durchatmen können, organisiert der Förderverein Tagesfahrten ins Theater oder an interessante Stätten. Eng verbunden ist der Förderverein mit der Gemeinde, der Seniorenbeauftragten und dem Seniorenbeirat: „Gemeinsam wollen wir im Alter noch reichlich Lebensqualität schenken“, erklärt das Team. 

Von Sandra Rose

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