13 Teams und 24 Einzelfahrer aller Altersklassen starteten beim Enduro-Cross-Lauf

Legende lebt am Bodenrain

Ideale Bedingungen: Am Bodenrain drehten die Fahrer am Sonntag drei Stunden lang ihre Runden. Oben rechts (vorn) MCS-Präsident Bodo Lange. Unten links Patrick Patzinski bei der Pause. Fotos:  Jäckel

Schrecksbach. Bei herrlichem Wetter herrschte am Sonntag Rennatmosphäre wie in den legendären Jahren des Motocross in Schrecksbach. Am Bodenrain versammelten sich Hobby- und Profifahrer aus vielen Orten Deutschlands, um an einem dreistündigen Enduro-Cross-Lauf teilzunehmen. Sonne, aufgewirbelter Staub und Motorengedröhn waren auch nach dem Geschmack der Fans an der Strecke.

Organisiert wurde das Rennen vom Motor-Sport-Club Schrecksbach (MCS). Zugelassen waren Enduro- und Cross-Motorräder ab 125 Kubikzentimetern. Mindestens 16 Jahre alt mussten die Fahrer sein, alle Altersklassen waren vertreten, vom Anfänger bis zum Profi.

Die Strecke war entschärft worden, gefährliche Sprünge gab es nicht, und die Kurvenverläufe waren geändert.

Von der langen und erfolgreichen Vereinsgeschichte des MCS berichtete der 1. Vorsitzende Bodo Lange (43). „Bereits seit 1966 gibt es die Rennstrecke am Bodenrain, 1975 und 1977 fanden sogar Weltmeisterschaften hier statt.“, erklärte der Schrecksbacher Motorsportfan, selbst erfolTeilnehmer am Dreistundenlauf. Für ihn steht fest: „Wer in dieser Zeit in Schrecksbach aufwuchs, muss einfach vom Motorsport inspiriert sein.“ Auf der 1800 Meter langen Strecke mit steilen Auf- und Abfahrten, die teils durch Wald führen, lieferten sich 13 Teams und 24 Einzelfahrer ein spannendes Rennen. „Normalerweise dauert ein Rennen ungefähr 15 bis 20 Minuten“, erklärte Lange. „Ein Dreistundenrennen ist sehr anstrengend und auf jeden Fall etwas Besonderes.“ Auf das Rennen freute sich deshalb Rene Ritter aus Schrecksbach. Von klein auf sei es sein Traum gewesen, nun sei er seit zwei Jahren stets dabei. „Ein so kraftvolles Fahrzeug zu bewegen, fasziniert mich einfach“, schwärmte der 21-Jährige.

Harmlos ist das Hobby nicht. Vereinsmitglied Kurt Gareis (54, Stadtallendorf): „Meiner Meinung nach ist es aber nicht gefährlicher als Fußball. Auch auf dem Feld kann man sich das Bein brechen. Ob ein Rennen gefährlich abläuft oder nicht, liegt am Fahrer selbst. Man muss seine Maschine unter Kontrolle haben.“ So denkt auch Rene Ritter. „Überschätzung der eigenen Fähigkeiten kann gefährlich werden.“

Anders der 17-jährige Patrick Patzinski (Ermenrod): „Ich denke, Enduro-Cross-Rennen zu fahren ist gefährlicher als manch andere Hobbys. Aber gerade das gibt einem den Kick.“ (bf)

Mehr Fotos bei uns im Internet: www.hna.de

Von Melina Jäckel

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