Fünfzig Kilometer durch den Knüll

Leimsfeld: 150 Motorradfahrer bei Saisonabschlussfahrt

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Zu den Teilnehmern des Motorradcorsos in Leimsfeld gehörten auch Trikefahrer. Die Tour durch den Knüll war  rund 50 Kilometer lang.

„Für uns gehört das Danksagen am Ende einer Motorradsaison einfach dazu“, sagen Inge und Willi Koller für die das Trike fahren zu einem Wochenende dazugehört. „Wir sind Rentner und wir erkunden mit dem Trike all die Ecken des Landes, die mit einer Tagestour erreichbar sind. Ein Picknickkorb ist immer dabei“, erklären die beiden, die sich am Samstagnachmittag mit ihrem Gefährt gleich an die Spitze des Motorradkorsos gesetzt hatten. Traditionell hatten die Motorradfreunde Leimsfeld zur Korsofahrt durch den Knüll aufgerufen.

Erstmalig führte Fabian Rommeis die Tour mit den 150 Bikern im Schlepptau an. Noch am Morgen hatte das jüngste Mitglied der Motorradfreunde die Route einmal abgefahren. Zur Sicherheit hatte er sich aber auch einen Spickzettel mit der Route auf die Karosserie seiner Maschine geklebt. „Ich fahre nicht schneller als 60/70 Stundenkilometer. Wir nehmen Rücksicht auf alle Trike- und Gespannfahrer, die einfach nicht so wendig in den Kurven sind“, erklärte Rommeis.

Auch Pfarrer Reinhard Natt hatte sich mit seiner Maschine eingereiht und die Biker auf der Fahrt begleitet. „Heute ist Zeit dankbar zu sein und an all diejenigen zu denken, die in der Saison zu Tode kamen“, sagte Natt, der das Motorradfahren selbst so liebt, da die Natur und die unterschiedlichen Jahreszeiten mit allen Sinnen wahrgenommen werden könnten. „Wir fahren Kurven, manchmal Umwege und gerne auch abseits der Hauptstraßen“, sagte Natt, der damit Bezug zum Alltagsleben nahm, könne es doch interessant und gut sein, wenn man eben nicht nur mit dem Mainstream auf der Autobahn unterwegs sei, sondern seine eigene Wege suche. Reinhard Natt hat selbst erst mit 52 Jahren den Motorradführerschein gemacht, war er bis dahin doch nur 125er gefahren. „Jetzt darf es ein bisschen schneller vorangehen“, schmunzelte der Pfarrer im Ruhestand, der gerne die Bikergemeinde seelsorglich begleitet.

„Bei unseren Saisonan- und abfahrten kann sich einfach jeder miteinreihen. Die Termine am zweiten Wochenende nach Ostern und am dritten Wochenende im Oktober haben sich nach über zwei Jahrzehnten in der Szene längst herumgesprochen“, sagt Vorsitzender Maik Huber. 

Feikje und Ralf Poser aus Frielendorf zählten zu den 150 Bikern, die die Saison mit einer Tour durch den Knüll abschlossen.

Die elfjährige Feikje drehte als Sozia mit Papa Ralf Poser die Knüllrunde ist sie doch schon seit einigen Jahren begeisterte Mitfahrerin. „Meistens gibt’s nach einer Motorradrunde mit Papa noch ein Eis in einer Eisdiele“, schwärmte die junge Frielendörferin, die somit längst alle Eisdielen der Region kennt. Am Samstagnachmittag gab es zunächst kein Eis, kehrten die Bikefahrer doch nach der 50 Kilometer langen Knüllfahrt erst einmal zum Gottesdienst wieder nach Leimsfeld zurück.

Im Anschluss daran blieb Zeit zum Austausch zwischen den Gleichgesinnten, bevor man sich dann im Frühjahr zum Saisonstart und Bittgottesdienst für eine gute, unfallfreie Saison wieder trifft.

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