Die Hospizarbeit wird nun besser koordiniert

Auf dem letzten Weg begleiten

Neue Stelle geschaffen: Die Koordinatoren der Hospizarbeit schlossen einen Vertrag zur engeren Zusammenarbeit. Foto:  privat

Ziegenhain. Fünf Vertragspartner unterzeichneten in der Festungsschule in Ziegenhain einen Vertrag zur Zusammenarbeit in Fragen der Sterbebegleitung. Die Hospizgruppe der Kirchengemeinde Franz von Roques in Treysa, die Hospizgruppe Gemeinschaftszentrum Frielendorf, die Hospizgruppe St. Martin Neukirchen, der Verein Trauer- und Hospiznetzwerk Schwalm-Eder und der Kirchenkreis Ziegenhain beschlossen damit, dass künftig eine Person angestellt werden soll, um die ehrenamtliche Arbeit in der Sterbebegleitung zu koordinieren.

Der Kirchenkreis Ziegenhain richtet dazu im kommenden Jahr eine halbe Stelle ein. Das in 2011 für den Schwalm-Eder-Kreis gegründete Trauer- und Hospiznetzwerk mit Sitz in Homberg wird die fachliche Aufsicht über die Stelle übernehmen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Hospizarbeit ist in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der kirchlichen Arbeit im Kirchenkreis geworden. Die drei ehrenamtlichen Gruppen aus Hospizhelfern begleiteten 70 Sterbende. Sie führten Gespräche mit sterbenden Menschen und berieten Angehörige und ergänzten die pflegerische und medizinische Betreuung. Die Vertragspartner verpflichteten sich nun zu Transparenz und guter Zusammenarbeit, um Sterbenden noch besser beistehen zu können.

Der Vorsitzende des Trauer- und Hospiznetzwerkes, Dr. Reinhard Trolp, betonte in seinem Grußwort, mit dieser diakonischen Zusammenarbeit von Gemeinden und Initiativen im Kirchenkreis werde ein „Meilenstein in der Zusammenarbeit der Hospizgruppen“ gesetzt. Dekan Christian Wachter sagte bei der Vertragsunterzeichnung in der Hospizarbeit nehme der Glaube Gestalt an: „Menschen geben Sterbenden und Trauernden Anteil an ihrem Vertrauen zu Gott und an der Liebe und gehen mit ihnen durch ein finsteres Tal.“ (cls)

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