Stele für Musikerlegenden

Lukas Ritter stellt auf der Bundesgartenschau aus

Gesellenstück: Lukas Ritters Arbeit soll an jung gestorbene Musiker erinnern.
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Gesellenstück: Lukas Ritters Arbeit soll an jung gestorbene Musiker erinnern.

Steinmetz und Steinbildhauer Lukas Ritter aus Neukirchen stellt sein Gesellenstück aktuell auf der Bundesgartenschau Erfurt (Buga) aus.

Neukirchen – Der 28-Jährige, der zunächst eine Tischlerlehre absolviert hatte, arbeitet mittlerweile als Geselle im elterlichen Betrieb mit. Für seine Abschlussarbeit suchte der Hobbymusiker nach einem Thema, das seine berufliche Aufgabe und seine private Leidenschaft verbindet, heißt es in einer Pressemitteilung.

Er gestaltete ein Grabmal nicht wie üblich für einen oder zwei Verstorbene, sondern für eine ganze Personengruppe, den sogenannten „Club 27“. Dazu wird eine Reihe bekannter Musiker aus der Rock- und Bluesszene gezählt, die alle im Alter von genau 27 Jahren ums Leben gekommen sind.

Lukas Ritter

In erhabenen Buchstaben gemeißelt, fängt der Clubname auf der Vorderseite der Grabstele die Aufmerksamkeit des Betrachters ein. Dem Schriftzug von unten nach oben folgend, bleibt der Betrachter an einer überdimensionalen Tablette aus weißem Marmor hängen, die wie zufällig auf der grünlichen Stele liegt. „Der Tod dieser Musiker hatte oft tragische Hintergründe wie zum Beispiel Suizid durch eine Überdosis. Club 27 zeigt auch die Schattenseiten des Musikgeschäftes auf. Die Tablette symbolisiert das aus dem Leben Scheiden durch Drogenmissbrauch“, erklärt Lukas Ritter.

Zudem finden sich an der rechten Stelenseite die Initialen von Legenden wie Jimmy Hendrix, Kurt Cobain oder Amy Winehouse angeordnet, als fielen sie aus der Tablette heraus. Auf Anraten seines Vaters Holger und seines Bruders Benjamin Ritter nimmt Lukas mit seinem Entwurf am Grabmalgestaltungswettbewerb der Bundesgartenschau Erfurt teil. Grabmalgestalter aus ganz Deutschland bewarben sich mit ihren Entwürfen, um einen der beliebten Ausstellungsplätze auf der Gartenschau – Lukas Ritter hatte Erfolg.

Mit seiner Arbeit ist er der einzige Hesse, der sich in diesem besonderen Wettbewerb durchsetzen konnte, so die Mitteilung. „Ich freue mich, dass Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet meine Arbeit auf der Buga sehen können“, sagt der junge Neukirchener Steinmetz. (Sandra Rose)

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