Das Mini-Mathematikum macht in der Burg Station – Mindestens 1000 Kinder erwartet

So macht Mathe echt Spaß

Probieren geht über Studieren: Links Luise Biskamp (5) und Jaris Biskamp (9), rechts Philipp Dörrbecker (4). Fotos:  Haaß

Treysa. In jedem Kind steckt ein junger Forscher und Entdecker. Diese alte Weisheit bewahrheitete sich am Sonntag in den Räumen der Stadtjugendpflege in Treysa. Für zwei Wochen macht dort das Mini-Mathematikum Station. Zahlreiche Kinder waren schon bei der Ausstellungseröffnung mit Konzentration und Freude bei der Sache und auch so mancher Erwachsene kam bei der einen oder anderen Station des spielerischen Wissensparcours ganz schön ins Grübeln.

„Das Mini-Mathematikum ist eine Mitmach-Ausstellung für vier- bis achtjährige Kinder. Die Experimente folgen dem Konzept des Mathematikums in Gießen und sind in Inhalt und Größe auf die jüngere Altersgruppe abgestimmt. „Ziel ist es, Kinder mit mathematischen und naturwissenschaftlichen Phänomen vertraut zu machen“, erläuterte die Vorsitzende des Förderkreises Kinder in Schwalmstadt, Anne Bertelt, das Konzept.

Auch Stadtjugendpfleger Michael Schott beurteilt die Ausstellung und die dahinterstehende Idee rundweg positiv: „Das hier ist keine offensichtliche Mathematik, sondern vielmehr spielerisches Lernen.“ Gemeinsam mit seinem Team und dem Förderkreis wird er das Mini-Mathematikum in den nächsten vierzehn Tagen begleiten und Nachwuchsmathematikern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Erfolg ermutigt

Ermutigt durch den Erfolg beim ersten Schwalmstädter Mini-Mathematikum vor zwei Jahren, als 1200 Kinder kamen, war es für den Förderkreis naheliegend, die Ausstellung wieder in die Schwalm zu holen.

„Bislang haben sich schon 500 Kinder für einen Besuch angemeldet. Das Angebot richtet sich primär an Kindertagesstätten und Schulklassen im gesamten Altkreis Ziegenhain. Nachmittags steht das Mini-Mathematikum dann allen Kindern offen. Ich hoffe, wir knacken auch in diesem Jahr die 1000er Marke“, so Anne Bertelt.

Die Kosten der innovativen und kindgerechten Ausstellung belaufen sich für den Förderkreis auf 3000 Euro, die Kulturstiftung der Kreissparkasse Schwalm-Eder beteiligt sich mit 1000 Euro.

Direkt nach den kurzen Grußworten von Anne Bertelt und einem Vertreter der Kreissparkasse eroberten die Kinder die Ausstellung und probierten sich an den zahlreichen Exponaten.

Station Seifenblase

Es galt Formen zu fühlen oder sich im Spiegelhäuschen unendlich oft von allen Seiten sehen. Zahnräder mussten zusammengebaut werden und Kugel rollten über unterschiedliche Bahnen ins Ziel. Renner des fünfzehn Exponate umfassenden Mini-Mathematikums war zweifellos die Station Seifenblase: Wer wollte, konnte sich dort einmal in eine riesige Seifenblase stellen und ihr aus ungewohnter Perspektive beim Zerplatzen zusehen. Die jungen Forscher waren sich am Sonntagnachmittag einig: So macht Naturwissenschaft Spaß!

Von Matthias Haaß

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.