Trägerverein ist auf Spenden angewiesen

Mädchenbus rollt weiter in Nordhessen

Mädchenbus in Großropperhausen: Die jungen Mädchen lassen auf dem Schulhof der Grundschule Rosinen im Wasserglas tanzen. Von links Hannah Obretzka, Sophia Maikranz, Lina Fiand, Rebecca Waldeck, Lea Aßmann und Linda Werner. Foto:  Rohrbach

Frielendorf - Der Mädchenbus Nordhessen steht wieder auf einer etwas solideren finanziellen Basis. „Das Land Hessen unterstützt uns für die nächsten fünf Jahre mit 50 000 Euro jährlich", so Projektleiterin Andrea Kohl.

1998 startete der Mädchenbus als Anlaufstelle für Mädchen zwischen acht und 18 Jahren auf dem Land in den Landkreisen Kassel, Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg als Modellprojekt des Landes Hessen. Das Ziel: Mädchen und junge Frauen in ihrer Entwicklung fördern und unterstützen. Den Betrieb übernahm der 1995 gegründete Verein Mädchenbus Nordhessen e.V. mit Sitz in Kassel.

Seitdem 2003 die Landesfinanzierung auslief, bemüht sich der Verein, die jährlichen Kosten von 120 000 Euro zu finanzieren. Die Röchling-Stiftung in Mannheim und die Lieselotte-Stiftung in Hamburg unterstützen dabei im Wesentlichen.

Bis auf Frielendorf beteiligen sich alle Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis, deren Ortsteile angefahren werden, mit Zuschüssen zwischen 50 und 500 Euro jährlich. Der Landkreis Schwalm-Eder unterstützt den Mädchenbus nicht mehr, dafür andere Mädchenprojekte. Zur Finanzierung tragen auch private Spenden, Bußgelder und Erlöse von Sonderaktionen Kasseler Serviceclubs bei.

Trotz der Landesförderung ist der Mädchenbus dringend auf Spenden angewiesen. Das ursprüngliche Ziel, pro Jahr 600 Mädchen zu erreichen, wurde schon früh übertroffen. „Es sind bis zu 1500 pro Jahr“, berichtete Kohl.

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