1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schwalmstadt

Marco Kohrell und Tobias Lotz übernehmen den Lokschuppen in Treysa

Erstellt:

Kommentare

In der neuen Lounge im Lokschuppen: von links Marco Kohrell und Tobias Lotz übernehmen das Lokal im Bahnhof Treysa von Heike Hasenpflug und Roy Hasenpflug.
In der neuen Lounge im Lokschuppen: von links Marco Kohrell und Tobias Lotz übernehmen das Lokal im Bahnhof Treysa von Heike Hasenpflug und Roy Hasenpflug. © Jürgen Gemmerich

In der neuen Lounge des Lokschuppen Treysa sitzt Roy Hasenpflug und wirkt sichtlich zufrieden. Er hat allen Grund dazu, denn der „Lokschuppen“ im Bahnhof Treysa zählt mittlerweile zu den renommiertesten Lokalen mit Livemusik-Angebot in der Region.

Treysa – Die Geschichte begann im Jahr 2007, als das Paar sich auf die Suche nach einem Ort machte, um dort regelmäßig Live-Konzerte anbieten zu können. Fündig wurden die beiden im Bahnhof Treysa mit der Bahnhofsgaststätte, die allerdings nicht im besten Zustand war.

Nach monatelangen Verhandlungen und einer ersten überschaubaren Sanierung eröffneten sie ihr Lokal schließlich im Sommer 2008 unter dem Namen „Gleis 1“. Vom ersten Tag an wurden Live-Events angeboten. Die ersten Jahre waren schwierig, aber das Paar gab nicht auf. Im Sommer 2010 schlossen sie das Lokal für vier lange Monate und entkernen es komplett.

Die Neueröffnung unter dem heutigen Namen „Lokschuppen“ wurde im Oktober gefeiert. Die Hartnäckigkeit zahlte sich aus. Mit steigender Bekanntheit kamen zu den Livekonzerten immer mehr Gäste. In der Spitze bis zu 170 Personen. Das brachte die Thekentechnik zunehmend an ihre Grenzen. Sie wurde im Jahr 2015 komplett erneuert.

Von September bis April ist im Lokschuppen Hauptsaison. Dann sind acht bis zehn Mitarbeiter beschäftigt. In dieser Zeit werden, jeweils am Samstagabend, etwa 20 Livekonzerte angeboten. Um Organisation, Marketing und Ablauf kümmert sich Roy Hasenpflug. Im Laufe der Jahre waren es inzwischen mehr als 500 Veranstaltungen.

Abgerundet wird das Angebot durch die Veranstaltungsreihe „Jazz und Eintopf“ an jedem ersten Sonntag im Monat, „Thats a Bingo“ jeden Freitag und den offenen Skatabend jeden Montag.

Mit diesem Monat haben nun Marco Kohrell und Tobias Lotz den Lokschuppen übernommen, sie leiten ihn gemeinsam. Das erfolgreiche Konzept wollen sie weiterführen und behutsam weiterentwickeln. Für keinen der beiden ist es Neuland. Tobias Lotz ist seit Sommer 2022 Lokschuppen-Mitarbeiter und gilt als Thekenprofi. Er tritt damit in die Fußstapfen von Heike Hasenpflug, von den Gästen liebevoll „die gute Seele des Betriebes“ genannt, die sich bisher um Personal und Theke kümmert.

Im Laufe des Jahres hat sich Marco Kohrell bereits aktiv in die Entwicklung des Lokschuppens eingebracht. Ausbau und Ausgestaltung der Lounge im ehemaligen DB-Service-Store waren seine Idee. Er hat bei der Umgestaltung selbst kräftig Hand angelegt. An der Wand hängt gerahmt sein American-Football-Trikot mit der Lieblingszahl 23 und seinem Spitznamen „Zeero“.

In der Lounge können die Gäste auf einer 12 mal 2-Meter-Leinwand Sportereignisse aller relevanten Streaming-Anbieter wie Sky, DAZN, RTL+, Amazon Prime und Magenta verfolgen oder dem Geschehen auf der Live-Bühne zusehen. Der Raum verfügt über drei Ebenen, sodass die Gäste eine gute Sicht auf die riesige Leinwand haben.

Der gelernte Süßwarentechnologe und ausgebildete Kaffee-Experte (IHK) Kohrell denkt im Augenblick speziell an eine Ausweitung des Angebotes für Tagesgäste, Reisende und Abholer. Er führt erfolgreich den „Schokofee“-Laden in Gilserberg und das Café „Schokofee“ in der Marburger Gutenbergstraße.

„In Marburg führe ich ein Café mit angeschlossener Bar. In Treysa wird es eine Bar mit angeschlossenem Café werden“, sagt er. Auch Heike und Roy Hasenpflug haben bereits neue Pläne. Im Frühjahr wollen sie in ihrem Heimatort Wasenberg eine klassische Dorfkneipe mit Sportsbar eröffnen. Die ersten Arbeiten laufen schon. (Jürgen Gemmerich)

Auch interessant

Kommentare