VR-Bank Hessenland zieht positive Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres

Gut am Markt positioniert

Blick nach vorn: (von links) Helmut Euler, Thomas Fischer, Werner Braun und Ralph Kehl von der VR-Bank freuen sich über ein gutes Wachstum ihrer Bankgeschäfte. Foto: Rose

Treysa. Die Vorstände der VR-Bank Hessenland ziehen eine durchweg positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2014: Das teilten Helmut Euler, Werner Braun, Ralph Kehl sowie Thomas Fischer im Gespräch mit. Man habe sich gut im Markt positionieren können und sei im Vergleich zu anderen Banken um das Doppelte gewachsen. Bei einem deutlichen Wachstum im Kreditgeschäft sei das Gesamtkundenvolumen um 114 Millionen Euro oder fünf Prozent auf 2,4 Milliarden gestiegen.

„Das andauernde Niedrigzinsumfeld war bei Kapitalanlegern das bestimmende Thema“, erläuterte Euler. Es habe sich ein Trend der kurzfristigen Geldanlagen fortgesetzt. In Zukunft müsse man sich längerfristig auf deutlich geringere Zinsmargen einstellen.In diesem Kontext bewege sich auch die Nutzung des Direktbankgeschäftes - es wächst seit Jahren um zweistellige Prozentsätze. Hier bemühe man sich um digitale Wege, um Online-Abschlüsse schneller zu etablieren, erläuterte Braun.

Immer weniger Menschen besuchten nachweislich die Geschäftsstellen. Dafür werde der seit 2014 bestehende Telefon-Zugang zur Bank rege genutzt: 600 bis 700 Anrufe gingen täglich ein, sagte Euler. Das große Plus sei hier die längere und direkte Erreichbarkeit von qualifizierten Bankkaufleuten.

Erfreulich habe sich das Kreditgeschäft entwickelt. Nachdem sich die Wachstumsimpulse aus der Finanzierung von Investitionen in Erneuerbare Energien abflachten, lag der Umfang der Neukreditzusagen mit 118 Millionen Euro über den Erwartungen. Kontinuierlich entwickele sich auch die Zahl der Mitglieder, die um fünf Prozent stieg. Das Eigenkapital der Bank stieg um 7,2 Millionen Euro: „Darin zeigt sich eine solide Geschäftspolitik“, sagte Kehl. Aktuell sei die Organisationsstruktur der Bank von einer hohen Teilzeitquote geprägt. 36 junge Menschen befänden sich in Ausbildung.

Viel investiere die Bank in die Weiterbildung, insgesamt 353 000 Euro: „17 Mitarbeiter haben ein berufsbegleitendes Studium abgeschlossen, 17 sind noch auf dem Weg zum Abschluss“, erklärte Euler.

Die Vorstandsmitglieder sehen insbesondere im Niedrigzinsumfeld, der demografischen Entwicklung, dem Trend zur Digitalisierung sowie der aufsichtsrechtlichen Regulatorik die größten Herausforderungen für die Zukunft. Der Fokus aller Regionalbanken liege in der Steuerung der langfristigen Ertragslage.

„Neben der Intensivierung des Wettbewerbs um den Kunden werden alle dieser Entwicklung mit Einsparungen auf der Kostenseite begegnen müssen“, ist Werner Braun überzeugt. Aktuell gebe es noch 25 Geschäftsstellen. 2014 Jahr seien drei geschlossen worden: In Treysa, Alsfeld und Berfa.  ARTIKEL UNTEN

Von Sandra Rose

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