Mit einer Resolution pocht die Gilserberger SPD auf die Sanierung der Landesstraße

Meer aus dicken Rissen in Landesstraße bei Gilserberg

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Löcher und starke Risse: Martin Dippel und Reinhold Drescher (von links) von der Gilserberger SPD-Fraktion nahmen die sanierungsbedürftige Landesstraße in Augenschein. 

Gilserberg. Dicke Risse, Schlaglöcher sowie Fahrbahn- und Kanaldeckelabsenkungen: Die Landesstraße zwischen Gilserberg und Schwalmstadt ist in äußerst schlechtem Zustand. Die SPD-Fraktion pocht deshalb mittels einer Resolution auf eine zügige Instandsetzung.

Die SPD bezieht sich in ihrer Kritik auf den Streckenabschnitt zwischen der B3-Kreuzung in Gilserberg und der Landesstraße Richtung Schwalmstadt bis zum Abzweig Richtung Itzenhain. Der schlechte Zustand der Straße sei vor allem dem stark zugenommenen Lkw- und Schwerlastverkehr zuzuschreiben, aber auch der Autoverkehr habe im Laufe der vergangenen Jahre deutlich zugenommen, stellt Fraktionsvorsitzender Martin Dippel fest.

Der Zustand

Viele Gilserberger und direkte Anwohner hätten sich bei der SPD-Fraktion über den schlechten Zustand der Straße beschwert, erläutert Dippel. Denn durch die vielen Risse und Löcher in der Fahrbahn entsteht erheblicher Lärm, wenn Verkehr, speziell Lkws, über die Straße rollt. „Besonders schlimm ist es, wenn Trauerfeiern auf dem Friedhof, der direkt an der Landesstraße liegt, durch den extremen Lärm gestört werden“, sagt Reinhold Drescher, ebenfalls Mitglied der SPD-Fraktion und Mitglied im Ortsbeirat Gilserberg. Sogar die Lautsprecheranlage musste schon ausgetauscht werden, da die alte dem Lärm nicht mehr standhalten konnte. Besonders gefährlich hält Dippel die Risse und Schlaglöcher auch für Motorradfahrer.

Die Resolution

Um einer Sanierung der Straße Nachdruck zu verleihen, hat die SPD-Fraktion in die Gemeindevertretung einen Antrag eingebracht, der vorsieht, dass der Gemeindevorstand beim Land Hessen nochmals auf die Dringlichkeit der Sanierung hinweist. Der Antrag wurde einstimmig angenommen, da auch die anderen Fraktionen im Gemeindeparlament eine schnelle Instandsetzung für notwendig halten.

Die Beurteilung

Der Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium schrieb in einem Antwortbrief, dass sich das 7000 Kilometer lange Landesstraßennetz in teils sehr schlechtem Zustand befinde, da es über Jahrzehnte einen Sanierungsstau gegeben habe. Deshalb seien alle Landesstraßen auf Sicherheit, Qualität und Verkehrsbedeutung geprüft worden. „Dies bedeutet, dass allein ein schlechter Straßenzustand nicht automatisch zu einer hohen Dringlichkeit führt“, heißt es in dem Schreiben. Bis zu einer Sanierung der Landesstraße in Gilserberg würde aber durch Hessen Mobil die Sicherheit auf der Strecke gewährleistet werden.

Der Ausblick

Die SPD-Fraktion zeigte sich von der Antwort des Wirtschaftsministeriums schwer enttäuscht. „Wir sehen einfach kein Konzept. Wie soll das werden, wenn der A49-Abschnitt bis Schwalmstadt fertig ist? Dann wird der Verkehr hier nochmals ansteigen“, zeigt sich Drescher unverständlich. Gerade deshalb sei es doch sinnvoll, den Streckenabschnitt vor dem A49-Ausbau zu sanieren, denn durch den zusätzlichen Verkehr würden die Schäden nur noch verschlimmert.

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