In der Eckhard-Vonholdt-Schule Treysa gibt es spezielle Förderangebote – Kinder lernen afrikanischen Tanz

Mehr Bewegung und Begegnung

Spiel und Spaß: In der Eckhard-Vonholdt-Schule steht ein Mal in der Woche ein spezielles Bewegungsprogramm auf dem Tagesplan. Im Projekt Afrikanische Bewegung schulen die Kinder ihr Motorik, zudem lernen sie eine andere Kultur kennen. Dadurch wegen Toleranz und Empathie gefördert. Foto:  Rose

Treysa. Die HNA unterstützt mit ihrer Aktion „Kinder für Nordhessen“ spezielle Projekte und Aktionen an Schulen: Auch acht Bildungseinrichtungen in der Schwalm haben Geld aus dem Topf bekommen. Unter anderem die Eckhard-Vonholdt-Schule in Treysa.

Und zwar 2070 Euro für das Projekt „Afrikanische Bewegung“ durch Musik und Tanz – ein Trommelworkshop, der den Kindern eine außereuropäische Kultur näher bringen und damit gleichzeitig für den Aufbau von Toleranz und Empathie sorgen soll. Weitere 2000 Euro gab es für einen psycho-motorischen Kurs, in dem das Lernen durch Bewegung und Spiel verbessert werden soll.

Geleitet wird der Kurs von Rosemarie Ella Hennighausen. „Im Vordergrund stehen Psychomotorik und Rhythmik“, erklärt die Sportlehrerin.

Das Angebot sei klassenübergreifend und richte sich an Kinder mit Bewegungsdefiziten, aber auch Lernproblemen. „Die älteren Kinder können den jüngeren Schülern Übungen erklären und Dinge zeigen. Das stärkt das Selbstwertgefühl“, sagt Hennighausen.

Den Körper wahrnehmen

Im Training gehe es in erster Linie um die Wahrnehmung und das Erleben des eigenen Körpers, aber auch um Sinneserlebnisse. Die Kinder machen Erfahrungen mit Materialien – Rollbrettern, Pedalos, Schwungtuch – aber auch soziale Erfahrungen.

Sie lernen, wie sie ihre Fähigkeiten in die Gruppe einbringen können. Und was sie von den Fähigkeiten der Anderen lernen können“, verdeutlicht die Pädagogin. Hennighausen gibt den Kindern Bewegungsaufgaben, regt sie zum Bau von Bewegungslandschaften an.

Das kann – wie beim Stopp-Tanz – unterschiedlich gestaltet werden. Über Matten auf dem Boden entstehen kleine Inseln, die die Kinder mit Sprüngen erreichen können. Zudem bringen sich die Kinder in Gruppen ein.

„In der Gruppe werden beispielsweise Übungen zur Gleichgewichtsschulung erarbeitet. Diese finden sich dann in einem Parcours wieder, der den anderen Kindern vorgestellt wird“, verdeutlicht die Lehrerin. Voraussetzung sei vorher ein Gespräch innerhalb der Gruppe. Bewegungsanweisungen könnten zudem auf Karten notiert werden, die zum Lesen aufforderten.

„Es ist also möglich, auch andere Fächer in die Bewegung mit einfließen zu lassen.“ Denkbar seien auch Rollenspiele: „Sie können bei der Bewältigung von Problemen helfen.“

Von Sandra Rose

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