Mehr Kosten und längere Bauzeit

Grundschule am Alleeplatz in Ziegenhain wird teurer

Gleicht einer Bauruine: Ende November sah es vor der Grundschule in Ziegenhain so aus. Inzwischen ist der Bauschutt weggeräumt.
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Gleicht einer Bauruine: Ende November sah es vor der Grundschule in Ziegenhain so aus. Inzwischen ist der Bauschutt weggeräumt.

Erste Zahlen der Kostensteigerung des Umbaus der Grundschule am Alleeplatz in Ziegenhain liegen nach einer Anfrage der CDU-Kreistagsfraktion vor. Durch unvorhergesehene Baumängel aus der Entstehungszeit des Gebäudes kommt es zu Mehrkosten und einer Verlängerung der Bauzeit.

Schwalmstadt. Die HNA hat in dem Zusammenhang beim Landkreis nachgefragt:

Stimmt die von der CDU-Kreistagsfraktion genannte Summe?
Die bestätigt der Landkreis. Die neu errechnete Bausumme belaufe sich auf 4,3 Millionen Euro. Die ursprünglichen Kosten seien mit 3,1 Millionen Euro beziffert gewesen.
Zu einer HNA-Anfrage Ende November hieß es, eine Aussage zur Baukostensteigerung könne noch nicht angegeben werden. Wie kommt es jetzt zu einer Ermittlung der Kosten?
Die notwendige erweiterte Kostenermittlung ist laut Schulträger mittlerweile abgeschlossen. Dabei seien sowohl Kostensteigerungen wie auch eingetretene Verzögerungen sowie Baustopps durch das Burek-Kunstwerk berücksichtigt worden
Die Kosten des gelungenen - mit Blick auf pädagogische wie architektonische Ansätze - Neubaus der Schule in Willingshausen wurden bei Abschluss der Arbeiten gegenüber der HNA mit 5 Millionen Euro benannt. Auch die Bauzeit blieb im angemessenen Rahmen. Dem Landkreis lag also eine Blaupause für einen Schulneubau vor. Warum sollte das für Ziegenhain nicht auch investiert werden?
Die Endabrechnung des Neubaus der Grundschule in Willingshausen hat im Jahr 2016 Kosten von 7 Millionen Euro für den Schwalm-Eder-Kreis ergeben, heißt es aus dem Kreishaus. Auch wenn der Landkreis damals von 5 Millionen Euro gesprochen hat, sagt die Behörde heute gegenüber der HNA: „Die Summe von 5 Millionen Euro ist falsch.“ Der Landkreis geht davon aus, dass sich mit den seitdem erheblichen Kostensteigerungen im Bausektor sich für die Umsetzung eines vergleichbaren Neubaus in Ziegenhain aktuell Kosten im zweistelligen Millionenbereich ergeben würden.
Die CDU fordert aufgrund der Kostensteigerung eine Neuausrichtung des Vorhabens. Ist das möglich?
Eine komplette Neuplanung mit entsprechender Genehmigung sowie Klärung der Grundstücksfrage würde aus Sicht des Landkreises dazu führen, dass die Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm nicht mehr zeitgerecht eingesetzt und abgerechnet werden könnten. Daraus ergebe sich, dass alle Finanzmittel aus eigenen Haushaltsmitteln des Schwalm-Eder-Kreises zu tragen wären. In alle Planungsschritte dieser Baumaßnahme sei von Beginn an die Stadt Schwalmstadt eingebunden gewesen.
Anfang 2018 waren die Planungen beschlossen worden, wann wird mit einem Abschluss der Bauarbeiten gerechnet?
Nach jetzigem Stand ist mit einem Ende der Bauarbeiten im Frühjahr 2022 zu rechnen.
Könnte es sein, dass eine ganze Ziegenhainer Grundschul-Generation in Treysa zur Schule gehen muss?
Folgendes gibt der Landkreis dazu an: „Die Grundschüler und das Kollegium der Ziegenhainer Grundschule haben das Gebäude mit Beginn der Sommerferien 2019 geräumt. Bei Fertigstellung im Frühjahr 2022 könnte der Schulbetrieb wieder am Alleeplatz aufgenommen werden.“

Von Sylke Grede

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