Mitglieder des Holzburger Museumsvereins freuen sich über Anerkennung aus Berlin

Mehr Leben auf dem Land

Halten Museum lebendig: Die Ehrenamtlichen des Vereins (von links) Vorsitzender Klaus Hahn, Dr. Anton Merk, Doris Hahn, Paul Dickel, Anneliese Dickel, Rudi Helt, Helene Fischer, Helmut Hahn und viele andere freuen sich über die Auszeichnung aus Berlin. Foto:  cls

Holzburg. Das Schwälmer Dorfmuseum in Holzburg wurde im Wettbewerb des Bundesumweltministeriums „Menschen und Erfolge“ ausgezeichnet (wir berichteten). Die Mitglieder des Museumsvereins und die ehrenamtlichen Helfer sehen das als Anerkennung ihrer jahrelangen Arbeit für den Erhalt und die Ausgestaltung der Museumsanlage an.

„Es hat mich für die Ehrenamtlichen sehr gefreut“, sagte Klaus Hahn, Vorsitzender des Museumsvereins, mit Stolz. Solch eine Auszeichnung sei für das Dorf auf jeden Fall etwas Außergewöhnliches. Das Museum gilt als lebendiger Ort der Pflege von Schwälmer Traditionen.

Brot backen

Gasthaus Wahl, Museumsgarten und Pfarrscheune bilden den Mittelpunkt des kulturellen Lebens in Holzburg. Die Sonntagssinger treffen sich dort. Der neue Backofen bieten den jungen Holzburgern die Möglichkeit zu lernen, wie man Brot backt. Das Museumscafé ist sonntäglicher Treffpunkt bei selbstgebackenem Kuchen.

Auch sozial bringt sich der Museumsverein ein, so besucht im Abstand von zwei Jahren eine Volkstanzgruppe aus Tschernobyl den Ort und wohnt bei Gasteltern.

2008 war der Verein gegründet worden. Seitdem haben die Helfer 9500 Stunden Arbeit in Eigenleistung erbracht. 120 Mitglieder zählt er heute, unter ihnen sind viele Holzburger und Menschen aus der näheren Umgebung, aber auch weiter her.

Austausch in Berlin

Fünf Holzburger reisten nach Berlin, um die Anerkennungsurkunde entgegenzunehmen – nebenbei konnten sie die Stadt besichtigen. 500 Euro Prämie gab es für das Museum. „Es war sehr interessant, sich dort mit den anderen Gewinnern auszutauschen“, erzählt Doris Hahn. Denn 16 weitere Projekte, die den ländlichen Raum lebenswert machen, wurden in der Hauptstadt ausgezeichnet. Beispielsweise wurde viel darüber gesprochen, wie es möglich ist, Nachwuchs für die Vereinsarbeit zu gewinnen. „Das Problem betrifft uns auch“, sagt Klaus Hahn.

Die Prämie wird natürlich ins Museum fließen, so Klaus Hahn. Er erhofft sich zudem eine Anerkennung des Landkreises für die Arbeit des Vereins. Denn die Auszeichnung des Bundesumweltministeriums sei keine Strathilfe, sondern diene der Nachhaltigkeit für bereits Bestehendes.

www.dorfmuseum-holzburg.de

Von Claudia Schittelkopp

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