Gerhard Hosemann erhielt das Verdienstkreuz am Bande

Er tut mehr, als er muss

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Sichtbares Zeichen der Anerkennung: Gerhard Hosemann mit seiner Frau Brigitte, Tochter Karen (links) und Mutter Ilse Hosemann (rechts).

Schwalmstadt. Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muß: Mit den Worten des Sozialpädagogen Hermann Gmeiner beschrieb Frank-Martin Neupärtl das ehrenamtliche Engagement des Stadtverordnetenvorstehers Gerhard Hosemann.

Am Dienstag zeichnete der Landrat den 61-Jährigen im Ziegenhainer Rathaus mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus.

Seine sozialdemokratische Prägung erfuhr Hosemann früh. Mutter Ilse bekannte: „Die Erziehung war rot eingefärbt, aber ich bereue nichts.“ Nicht missen möchte der gebürtige Schwalmstädter auch seine Studentenzeit in Frankfurt. Als Post-68er habe er zu den Steineschmeißern gehört. „Da bitte ich heute um Nachsicht“, sagte Hosemann.

Berufliche sah Hosemann seine Perspektiven klar. Als Grundschullehrer arbeitete er in Stadtallendorf, seit 1997 ist er Schulleiter der Hochlandschule Gilserberg. Die Geschicke seiner Stadt liegen dem Sozialdemokraten am Herzen.

Über 20 Jahre steht er in Gremien mit Rat und Tat zur Seite, seit 1997 ist Hosemann Stadtverordnetenvorsteher. „Auch Vertreter anderer Parteien bringen ihm großes Vertrauen entgegen“, beurteilt Neupärtl die Wahl zum Vorsitzenden des Zweckverbandes Europabad.

Förderer von Partnerschaften

Motor sei Hosemann auch beim Aufbau des Bürgerbüros der Europaunion in Treysa gewesen. Mehr als 30 Jahre fördere er europäische Partnerschaften, pflege Freundschaften insbesondere nach Frankreich. 1996 war Hosemann Mitbegründer des Heimat- und Geschichtsvereins in Gilserberg. Leidenschaftlich sei sein Engagement auch im Knüllgebirgsverein. Hosemann steht seit 2004 dem Hauptverein mit 24 Zweigvereinen und 3200 Mitgliedern vor.

Der 61-Jährige, der nach seiner Großmutter und seiner Mutter nun schon der Dritte im Familienbunde der „Hosemänner“ ist, der mit dem Orden ausgezeichnet wurde, dankte zum Abschluss Wegbereitern und Wegbegleitern. Seiner Frau Brigitte zwinkerte er zu: „Danke Chef.“ (zsr)

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