Kindertagesstätte „Auf der Baus“ in Treysa ist nach achtmonatigem Umbau fertig

Mehr Platz zum Spielen

Tolle Spielmöglichkeiten: Im neuen Mehrzweckraum können die Kinder zum Beispiel turnen.

Treysa. Gleich an zwei bestehenden Gebäudeseiten ist die evangelische Kindertagesstätte „Auf der Baus“ in den vergangenen Monaten gewachsen: Denn im Frühjahr 2015 war mit der Erweiterung der Einrichtung in Treysa begonnen worden, nach Ostern zogen Kinder und Erzieher übergangsweise in die frühere Nachsorgeklinik im Schützenwald. In der ersten Januarwoche zogen nun allesamt wieder zurück – in umfangreich sanierte und neue Räume.

Dabei blieben die Baukosten unter der Berechnung: Kalkuliert worden waren 1,02 Millionen Euro, tatsächlich lag die Summe bei 962 301 Euro. Wichtig sei gewesen, erklärte Pfarrerin Tamara Morgenroth, dass der Bau noch im Dezember zum Abschluss kam. „Nur so bekamen wir noch die Ausbauförderung U3 vom Land Hessen, insgesamt etwa 225 000 Euro.“

Die Bauherrschaft oblag der Evangelischen Kirchengemeinde. 90 Prozent der Kosten trug die Stadt Schwalmstadt, zehn Prozent die Kirche. Nötig wurde der Umbau, weil das Gebäude von 1975 in die Jahre gekommen war. „Zum Glück konnte bei den Voruntersuchungen nichts Gravierendes gefunden werden“, erläutert die Pfarrerin.

Die neuen Räume werden nicht nur den Kindern, sondern auch den Mitarbeitern gerecht. Vormals gab es nur eine Toilette für das Team. Im Zuge der Sanierung wurden die Sanitärbereiche neu gestaltet, insbesondere das Bad für die Jüngsten mit Wickelstationen und einer Dusche sowie Waschbecken in unterschiedlichen Höhen.

Neuer Mittelpunkt

Im kompletten Gebäude wurden Schallschutzdecken installiert. Neuer Mittelpunkt ist die Mehrzweckhalle, in der die Gruppen sich zum Sport treffen. Gleichwohl bietet er auch Raum für Andachten. Alle Gruppenräume sind um 20 Quadratmeter gewachsen, im Konzept sieht die Kita so genannte Zwillingsgruppen vor. Das heißt, in einem Raum werden eher Rückzugsmöglichkeiten angeboten, im anderen eher Möglichkeiten zum Spielen und zum Miteinander.

Neu ist auch ein Mitarbeiterzimmer mit Besprechungsraum sowie ein neues Leitungszimmer mit PC-Arbeitsplatz: „Für die Dokumentationen“, verdeutlicht Leiterin Mechthild Suchanek. Ein Innenhof soll ein Treffpunkt sein.

Denn durch die Nachmittagsbetreuung hätten sich auch die Dienstzeiten verschoben, sagt Morgenroth.

Insgesamt ist die Einrichtung nun 200 Quadratmeter größer. Dafür hat sich die Außenspielfläche verkleinert, bleibt aber großzügig: „Ein Teil ist der Kita vorbehalten und abends abschließbar, ein anderer Teil wird Spielplatz bleiben“, erklärt die Pfarrerin.

Seit 1. Januar habe die Kita als die erste in Schwalmstadt neue Betreuungsmodule installiert. „Wir sind die Vorreiter, aber die städtischen Einrichtungen werden nachziehen“, ist Morgenroth überzeugt.

Von Sandra Rose

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