HNA-WANDERUNG führt durch Gemarkung Merzhausen

Merzhausen: Wandern zu den Wippersteinen

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Die Wippersteine: Die außergewöhnliche Felsformation ist als archäologischer Fundort sowie als historischer Versammlungsort in die Geschichte eingegangen.

Der Sage nach wollte der Riese auf der Landsburg Steine gegen die Kirche auf dem Schönberg schleudern, weil ihn der Glockenklang nervte. Da er sein Ziel verfehlte, liegen die Wippersteine nun im Wald bei Merzhausen.

Am kommenden Sonntag, 29. September, wird die außergewöhnliche Steinformation Teil der Wanderung sein, zu dem die HNA ihre Leser in Kooperation mit dem Dorfverbund Merzhausen einlädt. Start der Wanderung ist um 10 Uhr an der alten Grundschule (Ecke Röllshäuser Straße / Waldstraße).

Wippersteine und jüdischer Friedhof

Die Denkmalpflege bescheinigt den grauen Steinriesen im Wald kulturell wertvoll zu sein und ernannte die Wippersteine zum Kulturdenkmal. Mit weitaus mehr Wissenswertem kann der Merzhäuser Rundweg punkten. An der Strecke liegt zum Beispiel der jüdische Friedhof. Das Dorfbild Merzhausens ist geprägt von der Entwicklung der jüdischen Gemeinde, zu der neben den Merzhäuser Juden auch die aus Schrecksbach zählten.

Auch der Alte Steinbruch mit seinen beeindruckenden Basaltwänden liegt am Rundwanderweg.

Das Gelände ist eng mit der Ziegenhainer Firma Gringel verbunden. Die Vorfahren der jetzigen Firmeninhaber fingen um 1850 in Merzhausen mit landwirtschaftlichtem Wegebau an. Sie hatten den Steinbruch als Materialquelle vom Forst gepachtet. 1964 wurde er stillgelegt.

Der alte Steinbruch ist ein Teil des Runderwanderweges. 

Siedlungs- und Wüstungsgeschichte Merzhausen

Am Ellenröder Teich werden die Wanderer mehr über die Siedlungs-und Wüstungsgeschichte Merzhausens erfahren. Vom Mühlenteich der Wüstung Ellenrode ist auf den ersten Blick nicht mehr viel zu sehen. Wer genau hinschaut, kann allerdings noch die Uferbefestigung des Gewässers zu sehen. Experten gehen davon aus, dass es bis ins 14. Jahrhundert in der Schwalm dreimal soviele Dörfer gab wie heute. Die meisten der Dörfer bestanden aus drei bis vier Höfen. Mehrere Pestepidemien im 14. Jahrhundert trafen die Schwalm besonders hart. Die Dörfer verschwanden.

Spießbraten, Würstchen und Pommes

Insgesamt wird die HNA-Wanderung über eine Strecke von etwas mehr als zehn Kilometern führen. Nach zwei Stunden bieten die Landfrauen Getränke und Schmalzenbrot am Alexanderplatz. Über die Vesperlinde wird zwischen 14 und 15 Uhr die Grillhütte angesteuert, wo die Wanderung mit Spießbraten, Würstchen, Pommes und Getränken ihren Abschluss findet.

HNA-Wanderung: Sonntag, 29. September, Start 10 Uhr, Alte Schule Merzhausen, Info: Verbund Merzhäuser Dorfgemeinschaft, Tel. 06697/919048

Von Sylke Grede

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