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Pfarrer Reinhard Pflüger verabschiedet sich in den Ruhestand

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Am Himmelfahrtstag verabschiedete sich Pfarrer Reinhard Pflüger in den Ruhestand.
Am Himmelfahrtstag verabschiedete sich Pfarrer Reinhard Pflüger in den Ruhestand. Unser © Regina Ziegler-Dörhöfer

Ganze 38 Jahre wirkte Pfarrer Reinhard Pflüger in Allendorf und den umliegenden Gemeinden. Mit einem großen Open-Air-Gottesdienst am Himmelfahrtstag verabschiedeten mehr als 300 Gemeindemitglieder ihren Pfarrer in den Ruhestand.

Allendorf/Landsburg. „Sei behütet auf all deinen Wegen“ gab die Gitarrengruppe Reinhard Pflüger mit auf den Weg und auch der Posaunenchor, der Projektchor und der Männergesangsverein Michelsberg wie auch die Allendörfer Zappelfüße gaben musikalische Grüße mit auf den Weg. Pflüger, der meist mit dem Fahrrad zu Terminen unterwegs war, war seinen Gemeindemitgliedern ein guter Zuhörer und jemand, der an dunklen Tagen Trost und Zuversicht im Glauben spendete. Er begleitete unzählige Konfirmanden auf ihrem persönlichen Weg zum Glauben, engagierte sich in Bibelkreisen und Gemeindeseminaren, half bei der großen Flüchtlingsaufnahme im Jahr 2014 und machte sich in den 90er Jahren vor allem für die Etablierung der Notfallseelsorge stark.

Mit Dienstbeginn war Pflüger zunächst für die Gemeinden in Allendorf und Michelsberg zuständig. Hinzu kam die Krankenhausseelsorge. Seit 2011 war er außerdem noch für die Gemeinden Dorheim, Schlierbach und Waltersbrück zuständig.

Mit dem Fahrrad unterwegs in der Gemeinde

„Ich war nie allein. Konnte mich auf Predikanten, engagierte Gemeindemitglieder und vor allem meine Familie verlassen“, resümierte Pflüger, der auch gerne als Religionslehrer in der Grundschule tätig war. „Der einfache, wahrhaftige Glaube von Kindern kann uns allen Vorbild sein“, so Pflüger, der sich gerne an Anekdoten des Religionsunterrichtes zurückerinnert. Dekan Christian Wachter dankte Pflüger für seine Seelsorgearbeit und lobte das stets freie Predigen seines Kollegen. „Reinhard Pflüger fand mit Gottvertrauen und im Gebet die richtigen Worte“, sagte Wachter. Dass er zu den Pfarrkonferenzen in Ziegenhain regelmäßig mit dem Fahrrad gekommen ist, habe nicht nur seine Kolleginnen und Kollegen beeindruckt, schreibt Wachter in einer Pressemitteilung zu Verabschiedung Pflügers. Auch die Konfirmanden habe er zuweilen radelnd zusammengeholt, um sie zu unterrichten.

Im Posaunenchor hat Reinhard Pflüger all die Jahre mitgespielt, zeitweise zusammen mit seinem Sohn. Überhaupt habe in all den Jahren die ganze Familie Pflüger und insbesondere seine Frau Elisabeth Pflüger die Aufgaben des Pfarramts mitgestaltet in Kindergottesdiensten, Jugend- und Bibelkreisen, so der Dekan. Auch in seinem Abschiedsgottesdienst predigte Pflüger natürlich allein mit der Bibel in der Hand. Bis zum Mauerfall seien ihm vor allem die engen Kontakte zur Partnergemeinde in Sachsen-Anhalt in Erinnerung.

„Glaube muss vorangehen und man muss der Spur der Liebe in den Familien nachspüren“, ist Pflüger überzeugt, der sich nun auf den neuen Lebensabschnitt mit seiner Familie und Enkelkind freut. (Regina Ziegler-Dörhöfer, Matthias Haaß)

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