Schwälmer Weihnachtsmarkt lädt diesmal zu einer historischen Zeitreise ein

Mittelalter im Advent

Vorfreude auf den Weihnachtsmarkt: Marie Jungermann und Marktmeister Gerhard Reidt freuen sich auf den Schwälmer Weihnachtsmarkt am 3. Advent. Foto: Rose

Ziegenhain. Am dritten Advent öffnet der Schwälmer Weihnachtsmarkt sein Pforten auf dem Paradeplatz: Für Marktmeister Gerhard Reidt war das vergangene Jahr eine Premiere. „Aus den Erfahrungen und Erlebnissen habe ich gelernt.“

Dabei sei beileibe nicht alles negativ gewesen. Allerdings war die Ballermann-Party am Samstag für den Großteil der Besucher zu viel des Guten. „Es hat tatsächlich nicht gepasst“, erklärt auch Bürgermeister Dr. Gerald Näser. Einige Neuerungen seien jedoch sehr positiv angekommen, etwa die längeren Öffnungszeiten und der veränderte Marktbereich.

Der Schwälmer Weihnachtsmarkt steht in diesem Jahr im Zeichen der Historie und erinnert an das Festungsjubiläum im Mai. „Viele mittelalterliche Gruppen, Musiker und Gaukler konnten für den Markt gewonnen werden“, erklärt Reidt. Höhepunkte seien Konzerte mit den Gruppen „Mascherata“ und „Die Irrlichtern“. Für Konzerte wird Eintritt erhoben.

Konzerte in der Schlosskirche

Wesentlich stärker bespielt werde die Schlosskirche: „Chöre aus der Region werden Konzerte geben.“ Das Gesicht des Weihnachtsmarktes heißt Marie Jungermann: Die Achtjährige aus Loshausen wird das Fest in Schwälmer Tracht repräsentieren.

Als unglücklich erwies sich der Platz der Bühne im vergangenen Jahr. Diesmal steht sie zwischen Kirche und Dekanat stehen, und bietet Schulen und Kindergärten eine Plattform. „Der Theater-Wettbewerb im vergangenen Jahr lief eher schlecht. Diesmal ist die Vorgabe, dass der Beitrag zur Adventszeit passen sollte.“

Professioneller ist auch der Betrieb des Sternenzeltes organisiert: „Die Atmosphäre soll gemütlich werden. Im Angebot sind Schwälmer Klöße und Weckewerk.“. Hierfür sorgten die Familien Braun aus Großropperhausen und Volz aus Merzhausen. Zudem würden Nachwuchsmusiker aus der Region dort auftreten.

Aus Homberg abgeschaut habe man sich die Idee der Weihnachtsbäckerei: In einer Backstube können die jüngsten Gäste Plätzchen ausstechen und die Süßigkeit mit nach Hause nehmen.

Die 100 Marktbeschicker verteilen sich über den Paradeplatz, das Lüdertor und die Reitgasse. Die Festung sei für den Autoverkehr von Freitag bis Sonntag gesperrt: Die Feuerwehr regele das Parken auf dem Alleeplatz. Ansonsten sei der Rohde-Parkplatz empfohlen. „Für Samstag und Sonntag ist zwischen Treysa und Ziegenhain ein Pendelbus im Einsatz“, sagt der Marktmeister. „Es ist kein Märchenweihnachtsmarkt. Von denen gibt es zu viele. Ich bin sicher, dass die Besucher von Gauklern, Magiern, Musikern und Feuerkünstlern begeistert sind.“

Von Sandra Rose

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