Karin George und ihr Ensemble unterhielten in der Silbersee-Alm in Frielendorf

Musicalmelodien ganz hautnah

Im Duett: Karin George und Rainer Sander als Opervampir.

Frielendorf. Am Wochenende gastierte Karin George mit ihrem Ensemble in der Silbersee-Alm in Frielendorf. Der Name war Programm: Musical hautnah. Häufig nur eine Armlänge von den Zuschauern entfernt, präsentierten die Künstler Stücke aus berühmten Musicals. Das Konzert am Silbersee ist das Einzige in diesem Jahr. Weitere Termine von „Karin George & friends“ sind laut Rainer Sander bislang nicht geplant.

Knapp 130 Zuschauer ließen sich für drei Stunden aus dem Alltag entführen und genossen einen musikalischen Abend mit direktem Künstlerkontakt.

Rainer Sander führte mit leichter Hand durch das Programm und brachte mit so manchem Bonmot die Zuschauer immer wieder zum Schmunzeln. Neben seiner Paraderolle als Tefje aus dem Musical Anatevka, machte Sander auch als Obervampir eine durchaus gute Figur. Beeindruckend auch sein Auftritt als Bonifatius. Mit der Axt in der Hand schien er – direkt vom Fällen der Donareiche in Fritzlar kommend – geradezu aus der Zeit gefallen.

Probleme mit Technik

Unwägbarkeiten mit der Technik wurden von der Ensemble-Chefin Karin George charmant überspielt. Als es beim Lied „Totale Finsternis“ aus dem Musical „Tanz der Vampire“ wiederholt Probleme mit dem Ton gab, brach George das Stück kurzerhand ab, ließ sich ein neues Mikrofon geben und begann von vorne. „Das Lied ist so schön, das darf nicht durch Kruscheln gestört werden“, stellte die Musicaldarstellerin fest. Das Publikum quittierte es mit Applaus.

Leider zogen sich die Probleme mit der Tontechnik mehr oder weniger durch den ganzen Abend und trübten etwas den Musikgenuss.

Erfrischend das Improvisationstalent der Musiker von „Karin George &friends“. So wurden beim Stück „Mrs. De Winter bin Ich“ aus Rosen kurzerhand Orchideen und aus einem kitschigen Schneemann eine wertvolle Porzellanskulptur.

Souveräne Vertretung

Improvisieren musste auch Ingrid Berg. Bis Freitag wusste sie noch nichts von ihrer Teilnahme im Ensemble. Umso souveräner ihr Auftritt als Krankheitsvertretung.

Neben den Profis zeigten am Samstag auch einige Nachwuchstalente ihr Können. Unter anderem brillierte die neunjährige Jette Fink mit dem Lied „Lass jetzt los“ aus dem Walt-Disney-Film die Eiskönigin. Chiara Mill begeisterte im Duett mit Karin George bei „The Rose“. Paula Butterweck und Julia Strüning setzten mit dem Stück „All of me“ von John Legend einen ruhigen Akzent.

Mit einer Zugabe endete gegen 23 Uhr ein bunter Abend. Die Zuhörer bedankten sich mit herzlichem Applaus und verließen beschwingt die Alm am Ufer des Silbersees.

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