Rund 350 Betriebe im Landkreis haben Milchkühe

Nach 30 Jahren: Die Milchquote ist jetzt Geschichte

Schwalm-Eder. Für Milchbauern ist heute ein historischer Tag: Nach 30 Jahren ist die Milchquote gefallen. Was es für die Region bedeutet, was die Bauern sagen.

Das Ende der Milchquote bedeutet, jeder Betrieb darf so viel Milch erzeugen wie er kann und will. Das Strafgeld für Überproduktion, die sogenannte Superabgabe, entfällt.

Kreislandwirt Adolf Lux bewertet das positiv. Der HNA sagte er: „Ich halte das nicht für den schlechtesten Weg.“ In der Vergangenheit habe die Existenz der Milchquote für einen starken Strukturwandel gesorgt, praktisch alle Milchbauern mit weniger als 20 Tieren hätten aufgegeben. Nunmehr seien durch den Wegfall der Quote keine erhebliche Auswirkung auf die Betriebe im Landkreis mehr zu erwarten, meint Lux. Ähnlich wie die Schweinebauern müssten die Milchbauern nun mit den unregulierten Gesetzen des freien Marktes umgehen.

Vor gut zehn Jahren gab es zwischen Schwalm und Eder noch rund 500 Milchwirtschaftsbetriebe, inzwischen sind es nach Angaben des Regionalbauernverbandes Kurhessen rund 350. Gehalten werden dort gut 12 000 Milchkühe.

Dass die Quote, übrigens europaweit, fällt, ist lange vorbereitet worden. Nachteilig ist das für Betriebe, die mittelfristig aufhören wollen - sie können ihre frei werdende Quote nun nicht mehr verpachten oder verkaufen.

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Rubriklistenbild: © dpa

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