Weihnachtsfeier des Arbeitskreises: 18 Nationen feierten im Kirchsaal

Tanz für die Besucher: Die Kindertanzgruppe des Tanzcentrums Contrust während ihrer Aufführung. Fotos: Decker

Treysa. Zum ersten Mal feierte der Arbeitskreis für Toleranz und Menschenwürde seine Weihnachtsfeier nicht im Flur des Asylbewerberheims, sondern im Kirchsaal der Hephata-Kirche.

Stimmungsvoll gedeckte Tische und ein großer Adventskranz luden ein, gemeinsam zu feiern. Schnell waren alle Plätze belegt, doch immer mehr Gäste kamen. Die Helfer besorgten zusätzliche Stühle und Stehtische und alle rückten enger zusammen.

180 Besucher

Klaus Schubert, Sprecher des Vereins, freute sich über die rund 180 Besucher. „Es war richtig, hier in den Kirchsaal zu kommen“, so Schubert. „So konnten wir in diesem Jahr auch die in Ziegenhain und Michelsberg untergebracht Menschen einladen.“

Es wurde eng: Viele Besucher kamen zur Weihnachtsfeier für Flüchtlinge in den Saal der Hephata-Kirche.

1. Stadtrat Detlef Schwierzeck lobte das Engagement der Unterstützer und wünschte den Flüchtlingen, sie mögen in Schwalmstadt eine neue Heimat finden.

Mit den Worten: „Very, very welcome you all, ein herzliches Willkommen Ihnen allen“, begann Maik Dietrich-Gibhardt seine kurze Andacht über die Fluchtgeschichte von Maria und Josef, die kurz nach der Geburt ihres Sohnes nach Ägypten fliehen mussten. „Sie sprachen die Sprache nicht, sie wussten nicht, wo sie unterkommen sollten und ob sie eine Arbeit finden würden“, fasste der Direktor der Hephata-Diakonie zusammen.

Kerze als Zeichen der Hoffnung

Silvia Scheffer von der Flüchtlingsberatung las die Länder vor, aus denen die anwesenden Flüchtlinge stammen, und Jochen Helwig zündete für jede der 18 vertretenen Nationen eine Kerze als Zeichen der Hoffnung an.

Den festlichen Rahmen schuf der Damensingkreis der Liedertafel Treysa mit Weihnachtsliedern. Die Kindergruppe des Tanzcentrums Contrust führte einen modernen Tanz auf und war schnell von den Besucherkindern umringt. Spontan tanzten alle Kinder den nächsten Tanz.

Zu einer echten Weihnachtsfeier gehören natürlich auch Geschenke. Die Umweltgruppe des Schwalmgymnasiums hatte in den letzten Wochen selbst gepressten Apfelsaft verkauft und spendete den Erlös an den Verein. Wolfgang Schwanz, Gewerkschaft Erziehung und Bildung, überreichte 50 Deutschlernbücher. Für jedes Kind gab es einen kleinen Sack mit Geschenken und zusätzlich hatten die Schüler der Frielendorfer Grundschule ihre Lieblingsspielsachen gespendet.

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