Selbst gebastelter Sprengsatz steckte in einem Zeitungsrohr

Bombe bei Firma in Neukirchen gefunden

Bombe im Briefkasten: Eine Firma am Wincheroder Weg in Neukirchen-Nausis hatte einen scharfen Sprengsatz in der Post. Foto: Dittrich

Neukirchen. Die Bombe steckte in einem Zeitungsrohr: Am Dienstagmorgen hat eine Mitarbeiterin einer Firma in Neukirchen-Nausis laut Zeugenaussagen eine Rohrbombe entdeckt.

Der Sprengsatz war in eine Zeitung eingerollt, das Papier brannte laut Zeugenaussagen.

Artikel wurde aktualisiert um 17 Uhr

Die Polizei wurde um kurz vor 8 Uhr angerufen, nachdem die Mitarbeiterin einen Vorgesetzten informiert hatte. Der hatte den verdächtigen Gegenstand auf den Boden gelegt und nach Angaben der Polizei sofort den Notruf gewählt. Die Beamten räumten daraufhin sofort das Firmengebäude. Insgesamt 30 Mitarbeiter mussten die Gebäude am Wincheroder Weg verlassen. Das Gelände rund um den Fundort der Bombe wurde abgesperrt.

Bis die Polizei den vermutlich scharfen Sprengsatz entschärfen konnte, dauerte es bis zur Mittagszeit. Ein Sprengstoffsachbearbeiter der Kriminalpolizei Homberg war vor Ort, zusätzlich wurde ein Sprengstoffsachverständiger des Hessischen Landeskriminalamtes per Hubschrauber eingeflogen. Laut Zeugen war der Einsatz gegen 14.30 Uhr beendet. Das Gebäude wurde danach wieder freigegeben.

Laut Polizeisprecher Volker Schulz handelte es sich bei der Bombe um einen „Selbstelaborator“, also einen selbst gebastelten Sprengsatz. Ob es sich um eine Rohrbombe, wie von Zeugen behauptet, handelt, konnte der Sprecher nicht bestätigen. Des Weiteren sagten Zeugen gegenüber unserer Zeitung, dass die Bombe mit Schwarzpulver und Splittern gefüllt gewesen sei.

Der entschärfte Sprengsatz wurde laut Polizei spurenschonend sichergestellt und wird nun durch Sprengstoffsachverständige des HLKA untersucht. Die Kriminalpolizei hat weitere Ermittlungen aufgenommen. Die Hintergründe sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt unklar.

Hinweise an die Kripo Homberg, Tel.: 05681/7740

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