Nenas Kunst an der Wand - Sängerin entwarf Tapetenkollektion

Präsentation: Tapetenfabrik-Inhaber Ullrich Eitel, Nena und Kreativchef Dieter Langer. Viele Mitarbeiter waren angereist. Foto: Thorsten Richter

Kirchhain/Frankfurt. 99 Luftballons: Mit diesem Song wurde Nena 1983 weltberühmt. Bis heute hat sie mehr als 25 Millionen Platten verkauft. Aber auf Nenas Tapeten sind keine Luftballons zu sehen.

Retro und Pop sind die Stichwörter, mit denen man ihre Kollektion beschreiben könnte. Die 55-jährige Sängerin reiht sich in die Serie von Künstlern wie Modezar Harald Glööckler ein und hat für die Marburger Tapetenfabrik (Kirchhain) eine Kollektion entworfen. Vier zentrale Motive geben optisch den Ton an, darunter ein Zebramuster und ein dreidimensionales Kaleidoskop.

Das Zebramuster verweist auf Nenas erste Band „The Stripes“ und ihre entsprechend gemusterten Kulthosen. Farblich reicht die Palette von poppigem Pink-Weiß-Schwarz bis hin zu elegantem Silber-Mokka. Als „Zugabe“ hält die Kollektion sieben Digitaldrucke bereit - und da kommen die 99 Luftballons doch ins Spiel: Eine Serie von Digitaldrucken bringt den Text von Nenas größtem Hit in variierender Typografie und Farbwelten an die Wand - zart überlagert von bunten Ballonsilhouetten. Auf der international größten Fachmesse für Wohntextilien, der Heimtextil in Frankfurt, präsentierte Nena jetzt ihre Kollektion.

Gemeinsam mit dem Inhaber des Kirchhainer Unternehmens, Ullrich Eitel, sowie dem Kreativchef der Firma, Dieter Langer, stand sie dem Fachpublikum und Fans Rede und Antwort. Zudem gab sie abends ein Konzert, das zahlreiche Mitarbeiter der Tapetenfabrik erlebten - sie waren eigens für das Event mit einem Bus nach Frankfurt angereist.

Nenas aktuelles Album „Oldschool“, produziert von Sammy Deluxe, spielt mit den 80ern - genauso wie ihre Tapetenkollektion. Die Sängerin, die sich im Show-Geschäft seit Jahren immer wieder neu behauptet, hat übrigens Erfahrungen in der Kunstwelt abseits der Musik: Sie ist gelernte Goldschmiedin und verriet in einem PR-Interview, dass sie schon als Kind eigene Wandgestaltung ausprobierte - erboste Eltern würden von Schmierereien sprechen.

Von Anna Ntemiris

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