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Gilserberg: Parlament beschließt Mittelfreigabe für Hochlandhalle mit Vorbehalt

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Von: Matthias Haaß

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Hochlandhalle in Gilserberg
Der Neubau der Hochlandhalle Gilserberg ist eines der zentralen Projekts der IKEK-Dorferneuerung. Das Vorhaben soll aber wohl nur umgesetzt werden, wenn es Fördermittel aus drei verschiedenen Programmen gibt. Archi © Rainer Barth

Im Rahmen des IKEK-Dorferneuerungsprogramm soll auch die Hochlandhalle in Gilserberg neu gebaut werden. Mit Vorbehalt machte das Parlament jetzt den Weg für die weitere Planung frei.

Gilserberg – Die Hochlandhalle in Gilserberg stammt aus den 1960er-Jahren und ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Jahrzehntelange Nutzung durch Kommune, Vereine und Schulsport haben trotz guter Pflege an der Substanz genagt. Unter den heutigen Gesichtspunkten ist die Halle darüber hinaus eine energetische Katastrophe. Kein Wunder, dass die Sanierung oder Neubau der Halle bei den Gilserberger auf der Prioritätenliste für das IKEK-Dorferneuerungsprogramm von Anfang an ganz weit oben steht. Als zentrale Veranstaltungsstätte für Kultur-, Freizeit und Sportveranstaltungen sei die Halle für Veranstaltungen von ortsübergreifender Bedeutung unverzichtbar, heißt es dazu im IKEK-Konzept.

Auf ihrer jüngsten Sitzung machten Gilserbergs Gemeindevertreter nun den Weg für den weiteren Fortgang eines der zentralen IKEK-Projekte frei. Nicht ohne angesichts explodierender Baukosten und der sich ankündigenden Energie- und Wirtschaftskrise ihre Bedenken deutlich auszusprechen. Eine Umsetzung um jeden Preis wird es nicht geben.

Drei Förderprogramme für Neubauprojekt

Auf der Tagesordnung stand die Freigabe eines Sperrvermerks für die Freigabe von 1,8 Millionen Euro aus dem Haushalt 2022 und die Bereitstellung weiterer Haushaltsmittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro als Verpflichtungsermächtigung im Vorgriff auf den Haushalt 2023. Die Mittelfreigabe sei zwingend erforderlich, um einen Förderantrag für das Projekt im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms stellen zu können, so Bürgermeister Rainer Barth. Des Weiteren teilt er mit, dass zwei weitere Anträge zur Förderung gestellt werden sollen: ein Antrag für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sporteinrichtungen“ mit einem möglichen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben und ein Antrag bei der Sportstättenförderung des Landes Hessen. Hier liege die Förderquote bei 90 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben, informierte der Verwaltungschef das Parlament. Somit sollen insgesamt drei verschiedene Anträge zur Förderung eines Neubaus der Hochlandhalle gestellt werden. Um in das Bundesprogramm zu kommen, gaben die Gemeindevertreter einem Eilantrag des Bürgermeisters in der Sitzung ihre Zustimmung.

Martin Dippel, SPD-Fraktion, erklärte, dass seine Fraktion dem Bau der Turnhalle nicht zustimmen könne, wenn lediglich eine Förderung über das IKEK erfolgen würde. Um aber alle Fördermöglichkeiten offen zu halten, stimmte die SPD-Fraktion dem Antrag laut Sitzungsprotokoll auf Aufhebung des Sperrvermerks und der gleichhohen Verpflichtungsermächtigung für den Haushalt 2023 zu.

Michael Stuhlmann (CDU-Fraktion) ergänzte, dass bei dem Bau der Hochlandhalle ausschließlich mit IKEK-Förderung künftig die Aufsichtsbehörde keinen Haushalt genehmigen darf. Er stimmt Dippel und dem Antrag zu. Auch er verweigert die Zustimmung für einen Neubau, wenn keines der Förderprogramme außer dem IKEK greift.

Bernd Vaupel von der BLH-freute sich über die fraktionsübergreifende einheitliche Meinung, dass es entweder eine vernünftige und hinreichende Förderung gibt oder keine neue Turnhalle gebaut werden kann. (Matthias Haaß)

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