Trutzhain bleibt selbstständig

Katholische Kirchengemeinden im südlichen Schwalm-Eder-Kreis erhalten neue Struktur 

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Katholische Kirche Ziegenhain: Seit dem Jahreswechsel gibt es die Kirchengemeinde St. Josef Schwalmstadt – Neukirchen. Bisher bildeten die Neukirchener eine eigenständige katholische Kirchengemeinde.

Mit dem Jahreswechsel gibt es Veränderungen in den katholischen Kirchengemeinden im südlichen Schwalm-Eder-Kreis. Ab 1. Januar 2019 besteht eine große Kirchengemeinde St. Josef Schwalmstadt – Neukirchen.

Bisher bildeten die Neukirchener eine eigenständige katholische Kirchengemeinde. Die Kirchengemeinde Maria Hilf Trutzhain bleibt selbstständig.

Die Struktur

Zu dieser neu formatierten Gemeinde gehören die folgenden Kirchen: Pfarrkirche St. Josef Ziegenhain und die Filialkirchen St. Adalbert Neukirchen, Herz Jesu Oberaula, St. Bonifatius Schrecksbach, St. Johannes der Täufer Frielendorf. Über die neuen Strukturen klärte Pater Piotr Pasko, Pfarrer und Moderator im Pastoralverbund Maria Hilf Schwalmstadt, auf. Zum Pastoralverbund Maria Hilf Schwalmstadt gehört außerdem die Pfarrkuratie Hl. Geist Schwalmstadt – Neuental mit den Filialkirchen Zimmersrode, Jesberg, Gilserberg. Pfarrer dort ist Michael Brüne. Pfarrer der beiden anderen Pfarrkuratien Trutzhain und Ziegenhain-Neukirchen ist Pater Pasko.

Die Vorgaben

Das Bistum Fulda ist seit 2006 auf dem Weg des pastoralen Prozesses - Pastoralverbünde. Dieser Prozess heißt „Strategische Ziele 2030“. Bis zu dahin wird es den Gemeinden ermöglicht, neue Wege und Strukturen zu suchen. Aus diesem Grund hat die Kirchengemeinde St. Adalbert Neukirchen im Herbst 2017 die Fusion mit der der Kirchengemeinde St. Josef Ziegenhain angeboten.

Die Gemeinden

Mit Sorge betrachtet man den Mitgliederschwund in den Kirchengemeinden. Es ist besser gewesen, „zu agieren“, begründet Wilfried Schwarz diesen Schritt. Der Neukirchener ist beratendes Mitglied des Kirchenverwaltungsrats Schwalmstadt-Neukirchen. Mit einer Gegenstimme habe man sich in Neukirchen für diesen Schritt entschlossen.

Anders hat man das in Trutzhain gesehen und beharrt auf Selbstständigkeit. Markus Heidenreich vom Verwaltungsrat der dortigen katholischen Gemeinde sieht Trutzhain mit einem besonderen Status innerhalb des Pastoralverbundes. „Wir sind klein und trotzdem lebendig“, sagt er mit Blick auf zwölf ehrenamtlich Aktive im Gemeinde- und Verwaltungsrat. Diese Gremien zu erhalten sei wichtig, um den Weg in die Zukunft zu gestalten. „Wir möchten uns selbst bestimmen.“ Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal habe Trutzhain als einziger Wallfahrtsort in Nordhessen.

Innerhalb des Bistums Fulda ist Maria Hilf Trutzhain mit 339 Mitgliedern nicht die kleinste katholische Kirchengemeinde. Es gibt noch mehrere kleine selbstständige Pfarreien, die nur wenige hundert Mitglieder haben, so zum Beispiel Kirchhasel bei Hünfeld oder Wanfried oder auch Hebenshausen in Nordhessen.

Strukturen und Zahlen

Folgende Zahlen und Strukturen nennt das Bistum: Der Pastoralverbund hat insgesamt 5764 Katholiken, davon entfallen auf Neukirchen mit Oberaula und Schrecksbach 1487, auf Treysa-Neuental mit Gilserberg, Jesberg und Zimmersrode 2442, auf Trutzhain 339, auf Ziegenhain mit Frielendorf 1496.

Verwaltungsrat (KVR): Die Zahl der Mitglieder ist abhängig von der Zahl der Gläubigen in der gesamten Kirchengemeinde. Dieses Gremium entscheidet über die Finanzen der Gemeinde. Für die Kirchengemeinde Schwalmstadt – Neukirchen wird im Frühjahr ein neuer Rat gewählt, weil es sich um die neue Kirchengemeinde handelt.

Pfarrgemeinderat (PGR): Er steht als Beratungsgremium bei den pastoralen Aufgaben dem Pfarrer bei. Es wird alle vier Jahre gewählt. Die nächste Wahl ist im Herbst. Diese Gremien wirken in den Kirchengemeinden. Ein Helferkreis wird dort gebildet, wo die Pfarrmitglieder keinen PGR möchten oder nicht genug Kandidaten gefunden haben. 

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