Neue Töne in Willingshausen

Die Wahl von Luca Frisch sorgt für Konsens

Zwei Kandidaten, ein fairer Wahlkampf: Martin Grein (rechts) gratuliert Luca Fritsch zum Wahlsieg.
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Zwei Kandidaten, ein fairer Wahlkampf: Martin Grein (rechts) gratuliert Luca Fritsch zum Wahlsieg.

Unerwartet hoch hat Luca Fritsch die Bürgermeisterwahl in Willingshausen gewonnen. Der 34-Jährige hat sich am Sonntag mit 83,5 Prozent der Stimmen gegen Martin Grein (60) durchgesetzt. Beide waren als unabhängige Kandidaten ins Rennen gegangen.

Willingshausen. Den Wahlsieger hatte die SPD unterstützt, den Unterlegenen die CDU und Teile der BGL/FWG-Fraktion. Und nun scheint ein neuer Wind in Willingshausen zu wehen: Es sind fast nur zufriedene Stimmen aus Willingshausen zu hören. Zwar habe er ein anderes Ergebnis erwartet, sagt Grein, lobt aber den angenehmen Umgang mit seinem Kontrahenten. Sogar seine Unterstützer suchen jetzt den Schulterschluss mit Luca Fritsch.

„Durch eine interfraktionelle Zusammenarbeit kommt Willingshausen jetzt hoffentlich in ruhigeres Fahrwasser“, hofft CDU-Fraktionsvorsitzender Johannes Bechtel. Die Wähler hätten gezeigt, dass sie das Parteidenken nicht mehr wollen. Seine Fraktion freue sich auf die Zusammenarbeit mit Luca Fritsch, betont er.

Wahlergebnis beeindruckt

Eine ähnliche Tonart spielt auch die BGL/FWG-Fraktion. „Wir haben im Vorfeld der Wahl einige gute Gespräche mit Herrn Fritsch geführt“, erklärt Holger Koch in einer Stellungnahme seiner Fraktion. Seine Fraktion werde Fritsch konstruktiv zum Wohle der Gemeinde unterstützen. Als mutig bezeichnet die BGL/FWG-Fraktion die Kandidatur Greins: Die fehlende Unterstützung derjenigen, die ihn nominiert hatten, habe aus Sicht der BGL/FWG ein besseres Ergebnis verhindert.

Bürgermeisterwahl in Wilingshausen

Großer Jubel verständlicherweise bei der Willingshäuser SPD: „Uns hat seine Begeisterung, dieses Amt unbedingt ausführen zu wollen, überzeugt und zur Unterstützung seines Vorhabens bewogen“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzende Kirsten Nahser. Mit seiner ruhigen und strukturierten Art habe er die Ideen und sein Konzept bis zur Wahl konsequent geplant und durchgezogen. Dies habe die Bürger von Willingshausen überzeugt, welches das eindeutige Wahlergebnis widerspiegele.

Fritsch zeigt sich selbst vom Wahlergebnis beeindruckt: „Das ist ein Vertrauensvorschuss, dem ich die nächsten sechs Jahre gerecht werden muss.“ (Sylke Grede)

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