Neue Treppe zum Wieraer Bahnhof

Nicht nutzbar: Helmut Daub, Ortsvorsteher in Wiera, vor der maroden Treppe zum Bahnsteig. Im kommenden Jahr soll sie neu gebaut werden. Archivfoto: Quehl

Wiera. Das Tauziehen um die Treppe zum Wieraer Bahnhof hat ein Ende. Die Deutsche Bahn, Hessenmobil und Schwalmstadt haben sich geeinigt. Mit dem Bau der Treppe, die zum Gleis in Fahrtrichtung Marburg führt, könnte im April kommenden Jahres begonnen werden.

Seit vielen Jahren ist die Treppe zu den Gleisen der Main-Weser-Bahn marode und gesperrt. Der Weg dorthin und zum Fahrscheinautomat führt über einen Umweg entlang der Bundesstraße. Doch das soll bald Vergangenheit sein. Denn nach Angaben des Ersten Stadtrats, Detlef Schwierzeck, wird Hessenmobil auf eigene Kosten die Treppe abbrechen und den Baugrund kostenlos zur Verfügung stellen.

Nun kommt die Stadt Schwalmstadt ins Spiel. Denn sie wird Planung und Bau der Treppe übernehmen. Die Kosten dafür werden auf 10.000 bis 15.000 Euro geschätzt. Damit das Projekt umgesetzt werden kann, wurde im Haushalt des kommenden Jahres eine entsprechende Summe veranschlagt.

Beim Bau müssten keine besonderen Vorschriften und Normen der Bahn beachtet werden, heißt es weiter aus dem Rathaus. Denn die Treppe steht auf zwei Grundstücken, die Hessenmobil und der Bahn AG gehören.

Anders sieht es mit den Baulasten aus. Die Stadt wird nach Darstellung Schwierzecks die Treppe bauen und, sofern nötig, für Instandsetzungsarbeiten verantwortlich sein. Eigentümerin der Treppe ist die Stadt Schwalmstadt, so der Erste Stadtrat weiter.

Der dritte im Bund, die Deutsche Bahn Station und Service übernimmt nach der Fertigstellung die Verkehrssicherung. Kümmern wird sie sich auch um die Beleuchtung, die Reinigung und den Winterdienst. Nach Angaben der Stadt Schwalmstadt wurde eine entsprechende Vereinbarung zwischen Hessenmobil, der Bahn und der Stadt ausgehandelt, die in den kommenden Wochen unterzeichnet werden soll.

Damit endet eine seit vielen Jahren schwelende Auseinandersetzung. Sie hatte im wesentlichen zwei Gründe. Zum einen waren es nach Darstellung des Schwierzecks die schwierigen Eigentumsverhältnisse. Dazu kam, dass es zur bestehenden Treppe keinen Verträge gegeben habe. Auch wollte die Stadt Schwalmstadt nicht die Verkehrssicherungspflicht übernehmen, also nicht für Winterdienst, Beleuchtung und mehr verantwortlich sein. Diese Verantwortung liegt für die neue Treppe, für die eine Bauzeit von vier Wochen geplant ist, bei der Bahn AG.

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