Seniorenbeirat Frielendorf organisiert seit 25 Jahren Angebote für Ältere

Die neuen Alten motivieren

Aktiv: Neben vielen Aktionen wurden auch Kräuterwanderungen angeboten. Repro: Rose

Frielendorf. Bereits in den 1990er-Jahren richtete die Gemeinde Frielendorf als eine der ersten Gemeinden in Hessen eine Sozialstation für die häusliche Krankenpflege ein. Ein seniorenpolitisches Konzept brachten der heutige Ehrenbürgermeister Gerhard Weitzel und Helmut Bechstein auf den Weg. Es gründete sich ein Seniorenbeirat, der in diesen Tagen 25 Jahre alt wird.

„Es wurden viele neue Ideen eingebracht“, sagt Bürgermeister Birger Fey. Denn es bildeten sich unter der Regie der Vorsitzenden Inge Best, die später auch hauptamtliche Seniorenbeauftragte wurde, Gruppen, die mit ihren Angeboten das Leben und die Freizeit der Älteren bereicherten. Es entstanden enge Bande zur Kirche, zum DRK und Sozialverbänden wie der Awo.

Inge Best, die damals knapp 50 war, gelang es hervorragend, andere Menschen zu motivieren. „Inge Best und ab 1993 Vorsitzende Gisela Klös waren die Motoren“, sagt Fey. Anfangs ging es darum, den Senioren Treffpunkte auch direkt in den Ortsteilen anzubieten: „Bisweilen schwierig, weil es zum Teil noch keine Dorfgemeinschaftshäuser gab“, erklärt der Bürgermeister. Inge Best erinnert sich: „In Obergrenzebach haben wir mit den Senioren einen Raum in der Alten Schule auf Hochglanz gebracht.“ Herausfordernd war für den Beirat der Bau des Diakoniezentrums.

Es gründete sich der Förderverein Frielendorfer Altenhilfe. Realisiert worden seien ein Tagescafé, Besuchs- und Fahrdienste, es gab 13 Ausgaben der Seniorenzeitung „Die Brücke“. 1992 wurde ein Bürgerbus eingerichtet, der zum Markttag nach Frielendorf fuhr. Zwischenzeitlich wurde der Bus wurde eingestellt, jetzt ist das Projekt wieder in der Diskussion.

Gefragte Computerkurse

Jugendpflege und Seniorenarbeit kooperierten, etwa beim Angebot des Internet-Cafes. Computerkurse für Ältere sind nach wie vor gefragt. Seit 1999 ist Anita Heilemann hauptamtliche Seniorenbeauftragte.

„Heute sind besonders Präventions-Angebote wie Rücken-Fit gefragt, Wanderungen oder Kulturveranstaltungen.“ Der Anspruch der „jungen Alten“ habe sich gewandelt. „Dem tragen wir Rechnung. Wir wollen nichts vorgeben, sondern hinein horchen, was sich ältere Menschen wünschen und brauchen“, sagt der Bürgermeister. Eines der neueren Angebote heiße „Kultur und Küche“: Hierbei gehe es darum, in Töpfe fremder Kulturen, aber auch über Tellerränder hinweg zu schauen.

Ende April geht Anita Heilemann in Ruhestand. Der Gemeindevorstand hat entschieden, die Stelle der Seniorenbeauftragten auch weiterhin zu besetzen.

Von Sandra Rose

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