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Neuer Tegutmarkt: „Riesen Pluspunkt für Schwalmstadt“

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Die Fotografierten stehen vor der Gemüsetheke. Im Hintergrund sind Besucher zu sehen.
Gruppenbild im Anschluss an die Eröffnungsfeier: Von links Roland Hüfner, Tegut-Gebietsverantwortlicher Vertrieb, Filialgeschäftsführer Dennis Weitzel-Weiss, Ulrike Manz, Geschäftsleiterin Vertrieb, Bürgermeister Stefan Pinhard, Richard Nüchter von der Fuldaer Werner-Gruppe und der Geschäftsführer von Tegut, Thomas Gutberlet. Unterdessen sahen sich viele Gäste den neuen 1800-Quadratmeter-Markt an. © Anne Quehl

Partystimmung herrschte bei der Eröffnungsfeier des neuen Tegutmarktes in Treysa. Nach 50 Jahren in der Stadt ist der Markt von der Friedrich-Ebert-Straße in die Innenstadt gezogen.

Treysa – Die vielen Gratulanten genossen ein kühles Getränk und Fingerfood, der große Parkplatz vor dem neuen Gebäude war am Donnerstagabend zum Preopening gut gefüllt.

Neben den zahlreichen Interessierten aus Gremien und Bürgerschaft ließen es sich namhafte Gäste wie Tegut-Geschäftsführer Thomas Gutberlet (Fulda) nicht nehmen, dabei zu sein.

Zehnjähriges Projekt

Denn der Weg war lang und manchmal steinig. Zehn Jahre brauchte es vom Plan bis zur Übersiedlung. Das alte „HaWeGe“ aus den frühen Siebzigerjahren taugte längst nicht mehr, doch die Hürden zur Entwicklung des neuen Wunschstandortes waren hoch.

Es wurde verhandelt und diskutiert, „am Anfang saßen wir bei Familie Kohl im Wohnzimmer“, merkte Werner-Gruppe-Beirat Richard Nüchter schmunzelnd an. Interesse hätten viele gehabt, aber es seien eben „sehr große Herausforderungen“ zu stemmen gewesen.

Denn, so erklärte auch Bürgermeister Stefan Pinhard, die langjährige Brache ist beseitigt, die das Areal des einstigen Autohauses Kohl hinterlassen hatte.

Schwalmstadt soll Kunden aus ganzer Region anziehen

Pinhard lobte das Projekt, zu dem auch der Tierbedarf Futterhaus und der Büromarkt Joneleit sowie eine Filiale der Bäckerei Pappert gehören, auch deshalb, weil Schwalmstadt als Mittelzentrum Kunden aus der ganzen Region anziehen wolle, somit sei es „ein riesen Pluspunkt für Schwalmstadt“. Großzügiger Parkraum und fußläufige Erreichbarkeit bedeuteten „optimale Voraussetzungen“, so Pinhard.

Tegut-Geschäftsführer Thomas Gutberlet unterstrich, dass letztlich neben der Lage und dem Sortiment die „Menschen eines Marktes“ das Wesentliche seien. Gutberlet unterstrich, dass Tegut seine Lieferanten und Partner immer fair behandelt habe, nun, in der Lieferkrise, „zahlt sich das aus“.

Zwei Musiker sitzen vor Mikrofonen im neueröffneten Tegut. Einer der beiden Männer hält eine Gitarre. Im Hintergrund stehen Menschen um eine kleine Bar.
Musik und Aktion: Das Duo „Du und Ich“ unterhielt die Gäste, im Hintergrund Sektbar und Kochschule. © Anne Quehl

Kaffeestation und Unverpackt-Angebot

Filialgeschäftsführer Dennis Weitzel-Weiss erzählte von anstrengenden Wochen in der Umzugszeit und dankte seinem Team. Er wies auf das breitere Sortiment, den integrierten Getränkemarkt und Neuerungen wie die Kaffeestation im Laden und das innovative Unverpackt-Angebot hin.

Segnung des neuen Ladens

Besonders herzliche Worte fand Pfarrer Michael Brüne von der katholischen Kirchengemeinde, der zur Segnung des neuen Ladens eingeladen war. Das sei in seiner langen Dienstzeit das erste Mal, bekannte er verschmitzt.

Pfarrer Brüne hält ein Mikrofon in der rechten Hand und einen Nikolaus aus Schokolade in der linken Hand.
Pfarrer Brüne: Er findet den echten Nikolaus nur bei Tegut und verband seinen Segen mit diesem Heiligen. © Anne Quehl

Er machte seine Segenswünsche an einem mitgebrachten Schokoladen-Nikolaus von 2021 fest. Solche „echten“ Nikoläuse, mit Mitra und Hirtenstab, habe er immer nur bei Tegut finden können, während es sonst nur profane Weihnachtsmänner mit Zipfelmütze gebe. Das wofür der Heilige Nikolaus stehe, nämlich die innere Haltung und die Liebe zu den Menschen, möge als guter Geist in dem neuen Haus wohnen.

Mehr als 200 regionale Produkte

Insgesamt bietet der neue Supermarkt eine Auswahl von rund 20 000 Produkten, darunter 3800 Bio-Produkte und über 200 regionale Artikel sowie eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Produkten sowie Blumen und ein Tchibo-Depot.

Geplant und realisiert wurde der Neubau von der Werner-Projektentwicklung GmbH aus Fulda, es handelt sich um ein modernes und energieeffizientes Gebäude mit vier neuen Nutzungseinheiten und einer Parkplatzanlage mit breiten Fahrgassen und ca. 150 überbreiten Stellplätzen und zunächst sechs Stellplätze für Elektrofahrzeuge.

Der benachbarte ehemalige Getränkemarkt soll in den kommenden Monaten umfangreich umgebaut und mit einer weiteren Nutzungseinheit in das Gesamtkonzept integriert werden, Gespräche mit einem Partner sollen laufen.

Der neue Supermarkt, einer von 290 in Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg sowie Göttingen und Mainz, ist montags bis samstags von 7 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. (Anne Quehl)

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