Hephata-Kollekte für Projekt in Kalinigrad

Neues Dach für die Straßenkinder

Schwalmstadt. „Das kommt gerade recht“, freute sich Pfarrer Jochen Löber, „damit können wir die neuen Dächer für die Jablonka bauen.“ Die „Jablonka“, Apfelbäumchen, ist das Straßenkinder-Projekt der evangelischen Propstei Kalinigrad, in der seit 1995 Kinder und Jugendliche betreut werden, deren Eltern sich nicht ausreichend um sie kümmern können.

Im Herbst 2009 hatte Pfarrer Thorsten Garbitz diese Einrichtung besucht und anschließend dem Gemeindevorstand Hephata vorgeschlagen, die Arbeit dort durch die Kollekte der Kirchengemeinde zu unterstützen.

So kamen in der Zeit von Januar bis Ostern insgesamt 1481 Euro zusammen, die Garbitz und Dr. Thomas Zippert jüngst an den Propst der evangelischen Propstei Kalinigrad, Pfarrer Jochen Löber, und Mitglieder der Gemeinde überreichten. Die „Jablonka“ ist eines der zentralen diakonischen Projekte der evangelischen Propstei in Kalinigrad.

Die Umbrüche in der russischen Gesellschaft, erzählt Sergeej Kiwenko, Leiter der „Jablonka“, führten in den 90er Jahren dazu, dass in Kalinigrad eine große Zahl von Kindern kaum noch oder gar nicht mehr von ihren Eltern betreut werden konnte und mehr oder weniger komplett auf sich gestellt auf der Straße lebte. Und da es für diese Straßenkinder keinerlei staatliche oder soziale Betreuung und keine Hilfe gab, wurde 1995 das Projekt „Jablonka“ begonnen.

Die „Jablonka“ besteht aus 14 Containern, die auf einem freien Grundstück mitten in Kalinigrad stehen. Und nach dem vergangenen harten Winter ist hier nicht zuletzt ein neues Dach dringend nötig, für das die Kollekte aus Hephata Verwendung finden wird. (red)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.