Studentin gründete Facebook-Seite für Flüchtlingshelfer im Schwalm-Eder-Kreis

Neues Netz für Flüchtlinge

Austausch für Flüchtlingshelfer: Auf einer neuen Facebook-Seite werden Hilfsmöglichkeiten für Flüchtlinge im Schwalm-Eder-Kreis gesammelt. Screenshot: Göbel

Schwalm-Eder. Viele Menschen wollen den Flüchtlingen im Schwalm-Eder-Kreis helfen, doch wissen nicht wie oder an wen sie sich mit ihrem Anliegen wenden können. Um das zu ändern hat die Studentin Sarah Schlitt eine Facebook-Seite ins Leben gerufen, auf der alle Informationen zu Hilfsbedarf und Unterstützungsmöglichkeiten übersichtlich dargestellt werden sollen.

„Als ich kürzlich gelesen habe, dass in Schwarzenborn eine Flüchtlings-Zeltstadt aufgebaut wurde, habe ich sofort überlegt, wie man den Menschen dort am besten helfen kann“, erzählt die 28-Jährige, die in Frankfurt wohnt und in Marburg Politikwissenschaft studiert.

Da ihr Freund in Schwalmstadt lebt und sie häufig zu Besuch sei, kenne sie die Situation vor Ort. „Es gibt viele Hilfsorganisationen, die Tolles für die Menschen leisten. Wer aber nicht in einer solchen Organisation vernetzt ist, weiß häufig nicht, wie er den Flüchtlingen helfen kann“, sagte Schlitt, die sich im vergangenen Jahr zur Flüchtlingshelferin hat ausbilden lassen.

Schon mehr als 40 Mitglieder

Vor einer Woche rief sie dann die Facebook-Seite „Refugees Welcome Schwalm-Eder-Kreis“ ins Leben. „Die Resonanz war überwältigend. In kürzester Zeit hatte die Gruppe mehr als 40 Mitglieder und zahlreiche Anfragen von potenziellen Helfern lagen vor“, berichtet die Studentin.

Das Konzept der Seite ist relativ schlicht gehalten: Wer seine Hilfe anbieten möchte, etwa Kinderbetreuung, Fahrdienste, Kleiderspenden etc., kann sich mit seinem Anliegen an die Seite wenden. Dort sollen die Hilfsangebote dann koordiniert und vermittelt werden. Zudem sollen alle Neuigkeiten zu Flüchtlingsthemen und Wissenswertes für angehende Helfer ausgetauscht werden. Zudem finden Interessierte auf der Seite eine Liste mit nützlichen Links zu weiteren Hilfsmöglichkeiten.

„Es ist wichtig, dass wir den Menschen, die zu uns flüchten, gemeinsam helfen und uns klar gegen die stellen, die vor Flüchtlingsheimen randalieren oder Hass-Kommentare verbreiten“, sagte die engagierte Studentin.

• Die Seite ist unter http://zu.hna.de/flucht15 zu finden.

Von Daniel Göbel

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