Schaukasten beim Nest informiert über Loshäuser Störche

Neues vom Quartett

Langsam wird’s eng: Spätestens in zwei Wochen werden die vier Jungstörche mit den ersten Flugversuchen starten.

Loshausen. Am Loshäuser Storchennest geht’s rund. Während die Storcheneltern ihre liebe Mühe haben, die Schnäbel des hungrigen Quartetts im Horst auf dem Schornstein der ehemaligen Molkerei zu stopfen, bietet sich Storchenfreunden neuerdings ein Schaukasten zur Information.

Storchennestnachbar Kurt Knauff und der Loshäuser Natur- und Vogelschutzverein stellten an der Kasseler Straße, direkt unterhalb des Nests, einen Schaukasten auf, der schon vor einigen Jahren an dieser Stelle stand. Rundum neu bearbeitet liefert der jede Menge Informationen aus Chroniken und Zeitungsartikeln. So erfährt der aufmerksame Leser beispielsweise, dass es schon seit mehr als 50 Jahren Störche in Loshausen gibt. Zwischen 1957 und 1984 war das Schwälmer Dorf für 53 Störche der Geburtsort. Von 1985 bis 1999 fand dagegen kein Storch den Weg nach Loshausen.

Aktuell wird’s langsam eng im Storchennest. Die vier Jungstörche – deutlich zu erkennen an den noch schwarzen Schnäbeln – unternehmen noch keine Flugversuche. Damit rechnet Storchenexperte Knauff frühestens in zwei Wochen. Die Storcheneltern versuchen die Jungen schon aus dem Nest zu locken, indem sie sich mit dem Futter auf anderen Dächern postieren.

Kalkbeine wegen der Hitze

Derzeit macht auch der Storchenfamilie die große Hitze zu schaffen. Storchenmama und -papa transportieren große Wassermengen mit den Schnäbeln zu ihren Kindern. Wegen der starken Sonneneinstrahlung wird seit Anfang Juli ein spezieller Schutz über empfindliche Hautpartien gelegt. Knauff nennt es „Kalkbeine“: Die Störche bekoten sich die Beine zum Schutz vor den UV-Strahlen.

Ansonsten geht es im Nest sehr sauber zu. Die vier Jungvögel sind keine Nestbeschmutzer mehr: Regelmäßig wird der Allerwerteste über den Nestrand gehalten.

Weiterhin bekommt die Storchenfamilie viel Besuch: Knauff beobachtete in der vergangenen Woche eine Gruppe von elf Störchen, die das Loshäuser Storchennest im Visier hatten.

Von Sylke Grede

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