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Neues Tragkraftspritzenfahrzeug in Christerode für 130.000 Euro

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Von: Matthias Haaß

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Feuerwehrauto: Wehrführer Lukas Lotz zeigt das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank. 900 Liter hat das Fahrzeug an Bord. Kostenpunkt: Gut 130 000 Euro
Feuerwehrauto: Wehrführer Lukas Lotz zeigt das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank. 900 Liter hat das Fahrzeug an Bord. Kostenpunkt: Gut 130 000 Euro © Matthias Haaß

Die Stadt Neukirchen hat kräftig in die Feuerwehr Christerode investiert. Das neue Löschfahrzeug kann 900 Liter Wasser mitführen.

Christerode – Nach mehrjähriger Bauzeit - inklusive einer gut einjährigen Bauunterbrechung – können die Christeröder am Wochenende die Einweihung ihres neuen Feuerwehrhauses feiern. Und nicht nur das: Auf dem Festprogramm steht auch die Übergabe des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs mit 900 Liter Wassertank. Man kann sagen, die Feuerwehr wurde einmal rundumerneuert und ist fit für zukünftige Herausforderungen im Knüll.

„Mit der Ausrüstung, die wir jetzt haben, sind wir mehr als zufrieden“, betont Wehrführer Lukas Lotz und fügt an: „Da hat sich der stellvertretende Stadtbrandinspektor Peter Urban für uns massiv reingehängt.“

Seit 2018 auch mit neuem Feuerwehrhaus

Bis dahin war es aber ein langer Weg: Erste Planungen für das Projekt gab es 2013, damals sei der Neubau auch in den Bedarfs- und Entwicklungsplans der Feuerwehr Neukirchen aufgenommen worden, so Lotz. Baubeginn war 2018. Zunächst wurde das alte Feuerwehrhaus abgerissen, der Rohbau stand noch im selben Jahr.

Neubau: Zwei Einsatzfahrzeuge finden im Christeröder Feuerwehrhaus Platz. Das Gebäude passt sich durch seine Bauweise gut in das Ortsbild ein.
Neubau: Zwei Einsatzfahrzeuge finden im Christeröder Feuerwehrhaus Platz. Das Gebäude passt sich durch seine Bauweise gut in das Ortsbild ein. © Haaß, Matthias

Dann die böse Überraschung: Wegen massiver Kostensteigerung wurden die Arbeiten eingestellt. Ursprünglich sei man von geschätzten Baukosten in Höhe von gut 345 000 Euro ausgegangen, am Ende kostetet der funktionale Zweckbau rund 800 000 Euro, berichtet Lukas Lotz und Kassierer Stefan Kranz ergänzt das zwar großzügig gebaut wurde aber „kein großer Schnickschnack, sondern alles nach Norm.“

Standort Christerode ist wichtig für die Sicherheit in der Region

Trotz der Kostenexplosion habe der Standort jedoch nie grundsätzlich zur Debatte gestanden, betonen die Christeroder beim Ortstermin. Die Hilfsfristen würden sich nur einhalten lassen, wenn man im Ort eine eigene Feuerwehr habe, das hätte eine Prüfung ergeben. Eine Fusion war also kein Thema und mit Blick auf die Zahlen auch nicht notwendig. Aktuell engagieren sich 23 Einsatzkräfte in der Wehr, darunter drei Frauen. Die Jugendfeuerwehr habe 11 Mitglieder, so Jugendwart Sven Jäckel. 90 Mitglieder zählt der Förderverein.

Das neue Feuerwehrhaus steht am selben Standort wie das Alte. Auffällig die zweigeschossige Bauweise und der hohe Giebel, „dadurch füge sich das Gebäude in das Ortsbild ein“, erklären die Feuerwehrleute. Ein Gewinn für das Dorf, der sich aber durchaus bei den Kosten bemerkbar machte. Daher war es für die Christeröder auch völlig klar, Eigenleistung einzubringen. Rund 30 000 Euro konnten dadurch eingespart werden, sagt Wehrführer Lukas Lotz: „Wir haben gesagt, dass wir alles machen, was nicht sicherheitsrelevant ist.“

Erinnerung: Der Gedenkstein ist vom alten Feuerwehrhaus
Erinnerung: Der Gedenkstein ist vom alten Feuerwehrhaus © Haaß, Matthias

Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute halfen beim Bau

Die Wehr übernahm unter anderem Malerarbeiten und baute die Küche auf. Die Theke im Mannschaftsraum stand vorher im Sportlerheim in Riebelsdorf – auch so konnte Geld gesparrt werden. Ein besonderer Hingucker ist die Lampe über der Theke. Dabei handelt es sich um einen Balken aus dem alten Feuerwehrhaus, der mit Led-Beleuchtung ausgestattet ist.

Bereits sechs Einsätze musste das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank absolvieren. Dass man jetzt ein wasserführendes Fahrzeug habe, mache sich bemerkbar, erklärt der Wehrführer. Das Fahrgestell des gut 130 000 Euro teueren Fahrzeug wurde vom Land Hessen gestellt, den Aufbau finanzierte die Stadt. Die Beladung lässt kaum Wünsche offen. Besonders erwähnenswert die tragbare Akku-Led-Beleuchtung und eine Wärmebildkamera. Tauchpumpe und Ausrüstung für die Waldbrandbekämpfung finden sich ebenfalls auf dem Auto.

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