Der dritte Hessische Agratag am Sonntag in Neukirchen erwies sich als Publikumsmagnet

Neueste Technik für den Landwirt

Neukirchen. Von der einfachen Mistgabel bis zum Hightech-Melkroboter gab es am Sonntag auf dem dritten Hessischen Agrartag allerhand aus dem Bereich der modernen Landwirtschaft zu sehen. Tausende Besucher schlenderten bei für Anfang November angenehmen Temperaturen über das weitläufige Messegelände rund um den ehemaligen Bahnhof in Neukirchen.

Überwiegend Landwirte aus dem Schwalm-Eder-Kreis und dem Vogelbergkreis nutzten die Gelegenheit und informierten sich über neueste Landtechnik und Agrarprodukte. Auf einer Fläche von 30 000 Quadratmetern gab es landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge, Futtererntetechnik, Forsttechnik, Melk- und Kühltechnik, Weidetechnik und zahlreiche Infostände.

Hingucker und Anziehungspunkt ganz besonders für Kinder waren natürlich die großen Landmaschinen. Riesige Schlepper, Mähdrescher und Maishäcksler ließen Kinder- und Männerherzen höher schlagen. Leider waren aus Sicherheitsgründen einige Maschinen abgeschlossen, sodass so mancher Junge mit traurigem Blick die Stufen der großen Fahrzeuge wieder hinunterklettern musste.

Die Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen: Kinder sind pragmatisch und so waren stattdessen die Rasentraktoren ständig in der Hand der Nachwuchslandwirte. Wer genug vom überwiegend laubgrünen Großgerät mit dem Hirsch hatte, konnte sich auf einer Hüpfburg austoben.

Umlagert waren aber auch die zahlreichen kleineren Stände mit ihren innovativen Produkten und kompetenten Gesprächspartnern. Die Firma Götz aus Neukirchen zum Beispiel präsentierte den Fachbesuchern einen modernen Melkroboter. „Mit solch einer Maschine kann ein Landwirt zwischen 60 bis 80 Kühe vollautomatisch melken“, erklärte Albert De Ruiter den staunenden Zuschauern.

Für leckeren Kuchen sorgte in diesem Jahr wieder gewohnt kompetent der Frauenchor aus Neukirchen. Die rührigen Damen um ihre Vorsitzende Elisabeth Müller hatten allen Hände voll zu tun. Besonderes beliebt waren die frischgebackenen Waffeln. Nicht fehlen durfte natürlich auch ein Stand mit nordhessischer Ahler Wurst.

Fazit: Der dritte Hessische Agrartag gab auch dem interessierten Laien einen guten Überblick in die Landwirtschaft der Zukunft. War früher auf einem Bauernhof überwiegend Handarbeit mit einfachsten technischen Geräten angesagt, herrscht heute auf den Betrieben computergesteuerte Spitzentechnologie vor.

Von Matthias Haaß

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