Diskussion um Öffnung der Kitas

Neukirchen: Betreuung kostet viel Geld

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Archivaufnahme aus der Krippe in der Villa Kunterbunt in Neukirchen: Die damals ein Jahr alte Amy (links) und die seinerzeit zweijährige Jasmin gehörten zu den ersten Kleinkindern, die die Einrichtung besuchten. 

Neukirchen. Nach hartem Ringen wurde der Kompromiss gefunden, ihren schließlich einstimmigen Beschluss quittierten sich die Stadtverordneten mit erleichtertem Applaus.

In einem gemeinsamen Antrag hatten die Fraktionen von SPD und UBL gefordert, dass in allen drei Kindergärten der Stadt (Kernstadt: Birkenallee, Klingelbach sowie Riebelsdorf) längere Öffnungszeiten geboten werden sollten. Bisher enden sie im Klingelbach und in Riebelsdorf um 13.30 Uhr.

Die Einigung kam während einer Sitzungsunterbrechung zustande, der Vorschlag war durch CDU-Fraktionssprecher Martin Theune formuliert worden, dem sich SPD-Fraktionschef Dietmar Schaub anschließen konnte. Demnach wurde erst einmal kein Grundsatzbeschluss für alle drei Kitas gefasst. Als weiterer neben dem Kernstadtkindergarten Villa Kunterbunt öffnet aber die Kita Riebelsdorf nach der Sommerpause auch nachmittags, allerdings nur für Kinder nach dem Krippenalter. 

Sprecher von SPD und UBL unterstrichen, dass die Bedingungen für junge Familien ein  wichtiger Standortfaktor seien. Zudem gebe es vom Land finanzielle Förderung für die notwendigen baulichen Erweiterungen der Kitas bis 2020. Übergangsweise gestatte die Aufsichtsbehörde die Nachmittagsbetreuung bis 16.30 Uhr aber voraussichtlich sofort. Theune argumentierte, dass „eine so wichtige Grundsatzentscheidung, die viel Geld kosten wird, nicht im Vorbeigehen getroffen“ werden sollte. Er sagte, dass schon jetzt der jährliche Zuschussbedarf für die Kitas bei einer Millionen Euro liege.

Die Einigung sieht in einem zweiten Schritt die Prüfung vor, ob Krippenkinder ausschließlich wie bisher in der „Villa Kunterbunt“, in zwei oder in allen drei Kitas betreut werden sollen (Bedarf, Personal- und Sachkosten, erforderliche Baumaßnahmen). 

In der Sitzung wurden auch die Gebühren für die Betreuung der Kinder ab drei Jahren moderat angehoben. Einigkeit herrschte darin, dass die Betreuung der jüngeren Kinder nicht teurer werden sollte.

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