Aus Discounter soll Feuerwehrhaus werden

Aldi Neukirchen: Zieht hier bald die Feuerwehr ein?

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Aldi in Neukirchen: Jetzt wird diskutiert , ob der Markt nicht stehen bleiben und zur Feuerwache ausgebaut werden kann. Es muss geklärt werden, ob das N achbargrundstück für den Aldi-Neubau zur Verfügung steht.

Mit einem überraschenden Vorschlag wartete die FDP in der Stadtverordnetenversammlung auf: Der Aldi-Markt sollte ihrer Auffassung nach umgenutzt werden zum Feuerwehrhaus.

Carsten Klee führte aus, dass dies beiden Seiten große Vorteile bieten würde, dem Konzern, der neu bauen will ebenso wie der Feuerwehr, die an ihrem Standort große Platzprobleme habe.

Wie berichtet will Aldi Nord sein erst acht Jahre altes Gebäude am Ortsrand von Neukirchen abreißen und ein neues an dieselbe Stelle setzten. Die Bauphase will der Lebensmittelriese mit einer mobilen Markthalle auf dem Festplatz überbrücken.

Die FDP-Fraktion ist der Ansicht, dass das „Areal die dringlichen Probleme einer regelkonformen Unterbringung der Feuerwehr zu einmalig niedrigen Investitionskosten lösen kann“. Es sei damit zu rechnen, dass es nach der nächsten Prüfung durch den Prüfdienst des Landes zwangsweise zu größeren Investitionen am derzeitigen Wehrstandort kommen müsste.

Die Freien Demokraten sind dafür, Aldi als Alternative ein angrenzendes Grundstück für den neuen Markt bereit zu stellen, sodass der alte stehen bleiben und für die Zwecke der Feuerwehr ausgebaut werden kann. Das biete auch Aldi nur Vorteile, die Markthalle wäre nicht notwendig, Zeitdruck entfiele. Das Bestandsobjekt sei für die Unterbringung der Feuerwehr Neukirchen eventuell auch in Kombination mit der Feuerwehr Rückershausen geeignet. Es biete die Möglichkeit, sieben Tore mit einer Breite von 4,50 Meter zu schaffen.

Das Lager sei für die getrennte Unterbringung des Ankleidebereiches gut geeignet. Darüber hinaus gebe es im Detail viele Nachnutzungsmöglichkeiten von der Lkw-Rampe bis zur Einrichtung von Sozialräumen und Büros im vorderen, verglasten Bereich. Genügend Stellplatz- und Übungsfläche gäbe es auch noch, zudem wären die Aktivitäten wesentlich publikumswirksamer.

Laut FDP wäre es eine äußerst kostengünstige Lösung für die anstehenden Probleme. Auf die Stadt kämen die Erwerbskosten für das Alternativgrundstück und die Umbaukosten zu, die derzeitige Feuerwache könnte dann als Gewerbefläche vermarktet werden. Klee sieht in der Idee ein „Erfolgsmodell, das in Hessen und darüber hinaus“ Schule machen könnte.

Die Stadtverordneten stimmten bei einer Neinstimme und einer Enthaltung dafür, umgehend mit Aldi Kontakt aufzunehmen und auch zu prüfen, ob das benötigte Grundstück erworben werden kann. Auch sollte man rasch herausfinden, wie Landkreis und Ortsbeiräte dazu stehen.

Die Zeit drängt, Aldi will schon Weihnachten im neuen Markt sein.

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