Tiere brauchen viel Beschäftigung und Aufmerksamkeit

Birgit de Taillez hält zwei Papageien, rät anderen aber davon ab

Nennt sie ihre Geier: Zahnärztin Birgit de Taillez mit ihren Aras Polly und Newton in der Außenvoliere an ihrem Haus in Neukirchen. Foto:  Schittelkopp

Neukirchen. Dr. Birgit de Taillez hat sich ihren Jugendtraum erfüllt. Die Zahnärztin aus Neukirchen hält seit drei Jahren zwei Papageien.

„Man sollte sich nicht jeden Traum erfüllen“, resümiert sie ihre Erfahrungen mit den Aras. Sie kann jedem nur raten, ganz genau zu überlegen, sich solche Tiere anzuschaffen.

Die Aras Polly und Newton sind aus dem Familienleben der de Taillez nicht wegzudenken. „Früher sind wir auf Legoklötze getreten, heute auf Nussschalen“, sagt die Neukirchnerin.

Obwohl die eigenen Kinder aus dem Haus sind, fühlt es sich für das Ehepaar an, als wäre Nachwuchs eingezogen. Denn die Papageien brauchen viel Beschäftigung, Zuwendung und Aufmerksamkeit. Polly und Newton haben im Haus ein Zimmer für sich, zudem ließ das Ehepaar de Taillez eine Außenvoliere für die Tiere anbauen.

Morgens halten sich die Tiere immer in der Voliere auf, denn die Papageien brauchen viel Luft und Sonne. „Wenn die Sonne scheint, schaukeln sie und kreischen vor Freude“, erzählt die Halterin. „Sie kommen jetzt in die Pubertät“, sagt Birgit de Taillez, den Tieren müssen wie Teenager auch ihre Grenzen aufgezeigt werden.

Auch sprechen übt die Zahnärztin mit ihren dunkelroten Aras. Die Neukirchenerin fasziniert besonders, wie die Papageien lernen. Die Tiere sind so intelligent, dass sie sagen „schmeckt“, wenn ihnen das Futter mundet. Wenn sie fressen wollen, sagen sie Banane.

Ihre Vogel-Mutter nennen sie mal Mama, mal Oma, weil beides einfacher auszusprechen ist als Birgit. Doch hinter Birgit de Taillez und den beiden Aras liegen harten Zeiten. Obwohl sie sich vor dem Kauf ausgiebig mit den Papageien beschäftigt hatte, lief nicht alles reibungslos. Die Zahnärztin hatte sich professionelle Hilfe geholt, ihre Fortschritte im Umgang mit den Tieren waren kürzlich sogar im Fernsehen zu sehen.

Denn die Neukirchnerin wurde mehrmals von den Papageien gebissen und Wunden sind schmerzhaft, da die Tiere sehr kräftige Schnäbel haben, mit denen sie beispielsweise Nüsse knacken können. „Es ist als würde man einem Schäferhund die Hand ins Maul legen“, sagt sie. Sie bekam Angst im Umgang mit den Aras. Obwohl sich die Situation verbessert hat, rät die Neukirchnerin: „Man sollte sich Papageien lieber in einem Vogelpark anschauen.“

Ein Interview zum Theme lesen Sie in den Schwalm-Eder-Ausgaben der HNA

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