Millionen-Euro-Projekt

Investor plant Resort in früherer Reha-Klinik in Neukirchen

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Die leer stehende Reha-Klinik in Neukirchen präsentiert sich mehr schlecht als recht. Ein Investor aus Büdingen sieht dennoch Potenzial in dem Anwesen.

60 Jahre alt ist die leer stehende Rehaklinik in Neukirchen. Ein Investor möchte nun zehn Millionen Euro in das Gebäude stecken.

Genau 60 Jahre alt ist die leer stehende Rehaklinik im Urbachtal in Neukirchen. In einem absolut desolaten Zustand präsentiert sich dem Betrachter der Komplex. Stefan Pfeffer sieht das ganz anders. „Ein Haufen Steine mit Potenzial“, sagt der Büdinger. Er will zehn Millionen Euro investieren und dort eine Art Resort entwickeln.

Entdeckt hat Pfeffer das Objekt nach eigenen Angaben bei einer Wanderung zum Christeröder Wasserfall. „Aus einer fixen Idee ist inzwischen etwas Handfestes geworden“, ist der 40-jährige Handelsfachwirt überzeugt. Ein Konzept, das der HNA vorliegt, beschreibt Pfeffers Vision für das Urbachtal. Es sieht vor, dass Pfeffers noch zu gründende GmbH das Areal für etwa 800.000 Euro von dem holländischen Eigentümer erwerben will. 

Alles durchgeplant

Derzeit liefen noch die Verhandlungen, stünden aber kurz vor dem Abschluss, erklärt Pfeffer. Entstehen soll dort laut Geschäftsidee das Café Sunshine, die Pension Waldschlösschen und ein Wohnpark für über 55-Jährige. Eines der bestehenden Gebäude soll zum „Hotel Moonlight“ umgebaut werden. „Die Baustruktur ist klasse“, meint Pfeffer. Es gebe beispielsweise keinen Schwamm, hätten Gutachter festgestellt.

Kaum noch etwas ist intakt: Die Gebäude ziehen nicht nur Lost-Places-Fans an. Es wurden dort auch Partys gefeiert, Feuer gelegt und anderweitig randaliert.

Pfeffer hat seine Idee bis ins Effeff durchgeplant. Das reicht von der Speisekarte samt Preisgestaltung (z.B. Rindsuppe vom Tafelspitz, 5,95 Euro) bis hin zu den Mieten der Monteurzimmer. Das Konzept geht von einem Jahresumsatz von circa 2,6 Millionen Euro aus. In dem Resort sollen zunächst 29 Menschen arbeiten. Die Führungskräfte sind bereits namentlich genannt.

Zum 1. August sollte Pfeffers Unternehmen „The Peppers Incorporated“ an den Start gehen. Diesen Termin konnte Pfeffer nicht einhalten. Zum einen wegen der noch nicht abgeschlossenen Verkaufsverhandlungen, zum anderen fehlt noch Geld. Insgesamt sollen zehn Millionen Euro investiert werden. 

Daran beteiligen möchte Pfeffer auch Fremdinvestoren, die die Hälfte der Gesamtsumme aufbringen müssten. Pfeffer ist optimistisch: Er stehe mit Neukirchener Unternehmern in Verbindung. Der aktuelle holländische Eigentümer hat noch Schulden bei der Stadt in Höhe von mehreren hunderttausend Euro. Auch da möchte Pfeffer sich kooperativ zeigen.

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