"Konzert für alle Generationen"

Irish Night in Neukirchen: Drei Bands überzeugten mit Folk-Musik

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Hingebungsvoll: Drummer Levent Burggraf und Bassist Sebastian Weske der Band „Paddy´s Funeral“ beim Auftritt während der Irish Night im Sägewerk in Neukirchen.

Neukirchen. Ein besonderes Vergnügen bot sich am Freitag den Fans im Kulturzentrum Sägewerk in Neukirchen. Drei Bands präsentierten bei der Irish Night ihre Interpretation der Musik der Grünen Insel.

Kurz nach 21 Uhr startete die Band „The Rogues from County Hell“ mit ihrer Art irischer Musik. Der Band rund um den Sänger Acci gelang es mit ihren typischen Folkinstrumenten wie Tin Whistle, der Mandoline und dem Banjo das Publikum in eine ausgelassene Feierstimmung zu katapultieren.

Obwohl sich die Siegener Musiker nach eigener Aussage "eher der punkigen Interpretation der Folkmusik verschrieben haben, überwog der Anteil der fröhlichen, schnellen, irischen Melodien. Das Publikum klatschte begeistert mit und einige Besucher wagten die ersten Tanzschritte.

Mit dem Guiness in der Hand

Nach dem Auftritt nutzten viele Gäste die Umbaupause, um sich mit dem für einen solchen Abend obligatorischen Guinness auszustatten. „Paddy´s Funeral“ lieferte den zweiten Gig, der mit insgesamt drei Bands geplanten 6. Irisch Night.

Mit Gitarre, Schlagzeug und Bass eher ungewöhnlich ausgestattet, spielten die Göttinger einen harten, stark auf die Gitarrensoli ausgelegten Folk. Frontmann Jan Finkhäuser bot mit seiner Gitarre eine Show, die sonst eher auf Rockkonzerten zu sehen ist. Trotzdem konnte auch hier selbst der ungeübte Hörer durchaus die typischen Melodiefolgen des irischen Folks wahrnehmen.

Überzeugend: Gitarrist Jan Finkhäuser.

Direkt vor der Bühne bildeten sich die ersten kleinen Tanzkreise, anfangs noch eher im Pogo-Stil mit Schubsen und Anrempeln, dann aber auch mit ineinander verschränkten Armen und durchaus harmonisch. Überraschendtauchte Jan Finkhäuser während der Lieder zwischendurch im Publikum auf, kletterte auf Kisten und Tonnen und ließ von dort seine Gitarre hören. Die schweißtreibende Musik ließ den barfuß auftretenden Schlagzeuger Levent Burggraef nach wenigen Stücken sein T-Shirt von sich werfen.

Die dritte Band bot den mehr als 200 Gästen zum Abschluss der Irischen Nacht sogar noch eine Fidel. „The O´Reillys and the Paddyhats“ hatten unter ihren sieben Instrumentalisten mit Emily O´Farrells Violine eins der klassischen Folkinstrumente in ihrer Besetzung. Die Musiker aus Dublin erfreuten das Publikum mit ihrem schnellen Punk-Folk bis in die tiefe Nacht.

„Es ist ein Konzert für alle Generationen“, urteilte Jacqualine Niedzielski, die mit ihren Freunden Achim Schmerer und Michael Berg den besonderen irischen Abend genoss. Das etwas verwinkelte Kulturzentrum bot für das Konzert den perfekten Rahmen. Wer es eher sehr laut liebte, fand einen Platz direkt vor der Bühne, und alle anderen konnten die Musik auch mit Abstand zur Bühne im Pub genießen.

Von Christiane Decker

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