Außenanlage entsteht erst ab Sommer

Brandneuer Kita in Neukirchen fehlt der Garten: Kritik an Zeitplan und Kostendeckelung

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Schöner Plan, aber es ist nicht genug Geld da: In Neukirchen geht es um den Zeitpunkt und die Kosten für die Gestaltung der Außenanlage des neuen Kindergartens.

Neukirchen. Wie wird der Außenbereich des neuen Kindergartens in der Birkenallee aussehen? Und wann wird es endlich soweit sein? In der Bürgerversammlung vorige Woche bezogen Elternvertreterinnen sehr kritisch Stellung zu diesem Thema.

Der Kindergarten, der fast 2,4 Mio. Euro gekostet hat, ging vorigen Herbst erheblich verspätet in Betrieb. In einem von einem Fachbüro begleiteten Workshop wurde in Neukirchen der Entwurf für eine großzügige, multifunktionale Geländegestaltung entwickelt und vorgestellt, Kosten um 440.000 Euro. 

Es sollte verschiedene Zonen für die Kinder unter und über drei Jahren entstehen, angelegt in einer organischen Formensprache mit viel Naturstein statt Betonelementen. Sogar ein kleines Amphitheater war vorgesehen.

Kritik der Elternvertreter

In diesen Tagen ist das Projekt einer der wichtigsten Debattenpunkte in den Haushaltsberatungen, also der Ausgabenpolitik im laufenden Jahr. Dass die Idealvariante für 440.000 Euro realisiert wird, scheint dabei inzwischen kaum wahrscheinlich. Bauamtsleiter Michael Slabon sprach von einer „immensen“ Summe. 

Vielmehr, so Informationen unserer Zeitung, werden sich die sechs Fraktionen auf ein abgespecktes Gestaltungsmodell verständigen, das höchstens die Hälfte der Ausgaben erfordert.

Kritik üben die Elternvertreter schon allein daran, dass die Außenanlage überhaupt erst im Jahresverlauf hergestellt werden soll, eine Kritikerin vermutet, dass das Budget dafür offenbar vergessen worden sei. 

Eine Sprecherin äußerte die Sorge, „dass 140 Kinder das komplette Jahr draußen nichts machen“ können.

Es soll in Ruhe entschieden werden

Zutage kam am Donnerstag auch, dass im Innenhof ungeeigneter Kies ausgebracht wurde, der wieder entfernt werden muss. Die Stadt setzt hier auf einen Hilfseinsatz der befreundeten Bundeswehr Schwarzenborn. Die Eltern fordern, dass der Bereich umgehend bespielbar gemacht werden muss, zumal sowohl die Geräte wie auch die Fallschutzmatten vorhanden sind.

Bürgermeister Klemens Olbrich (CDU) sagte im Gespräch mit unserer Zeitung zu dem Thema, dass über die Gestaltung des Außengeländes in Ruhe entschieden werden sollte. Er verwies auf den familienfreundlichen Bereich gegenüber als Ausweich, die Rasenflächen am Kindergarten seien im Herbst eingesät worden und bespielbar. Zudem sei eine Fläche angemietet worden und eine gepflasterte Fläche vorhanden. 

Stadtparlamentschef Willi Berg (SPD) sagte der HNA, dass in der Versammlung Antworten zur Thematik fehlten, selbstverständlich müssten die Kinder draußen spielen können. Das Budget werde die Haushaltberatung ergeben, sagte Berg.

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