Steinwaldschule macht bei Protestaktion mit

Klare Aussage: Neukirchener Schüler sagen Nein zu Rechtsextremismus 

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Sie setzen sich für eine tolerante Gesellschaft ein: von links Hannah Kaiser, Finn Pflanz, Anna Probst und Nico Keller haben in Neukirchen Plakate aufgehängt, mit denen sie sich gegen Hetzplakate engagieren.

Die Schüler der Neukirchener Steinwaldschule positionieren sich: Sie haben in der Kurhessenstraße Plakate angebracht, mit denen sie sich klar gegen die Hetzplakate der Partei Die Rechte stellen.

„Das ist uns sehr wichtig. Wir wollen zeigen, dass wir für eine tolerante Gesellschaft sind“, sagt Schülersprecherin Hannah Kaiser. 

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Pünktlich zu den Europawahlen haben sie und ihre Mitschüler die Plakate in der Kurhessenstraße angebracht. "Der Ort ist genau der richtige, hier sind auch einige Stolpersteine als Erinnerung an Opfer aus der Zeit des Nationalsozialismus verlegt", betont Gerd Höfer, der Erste Stadtrat Neukirchens. Die Rechte wirbt im Wahlkampf unter anderem mit dem Spruch: „Israel ist unser Unglück!“ 

Schulen vereinen sich als "Schulen ohne Rassismus"

Darauf reagieren Schulen nun kreisweit. In mehreren Städten vereinen sie sich unter der Initiative „Schule ohne Rassismus“ und hängen Plakate auf. „Rechtsextremismus ist unser Unglück! Schluss damit!“, steht dort geschrieben, außerdem das Wort Frieden in hebräischen Buchstaben.

Schulleiter Olaf Rödiger ist stolz auf seine Schüler: „Wir müssen uns gegen Rassismus stark machen. Man darf natürlich eine politische Meinung zu Israel haben, aber bei den Rechten ist eindeutig eine Volksgruppe gemeint. Die Meinungsäußerung geht zu weit, das ist Rassismus.“ 

Sie alle unterstützen die Aktion der fünf Schulen: (von links) Schulleiter Olaf Rödiger, Schülersprecherin Hannah Kaiser, Michael Slabon (Leiter der Bauverwaltung), SV-Schüler Finn Pflanz, Eckhardt Berg (Bauhof der Stadt Neukirchen), SV-Schüler Nico Keller, Tom Werner (Landkreis), Gerd Höfer (1. Stadtrat Neukirchen) und die stellvertretende Schülersprecherin Anna Probst 

Die Schüler hätten sich für eine Teilnahme am Projekt stark gemacht. „Das war bei uns schon ein Thema, vor allem auch über die Sozialen Medien“, berichten Schülersprecherin Hannah Kaiser und ihre Vertreterin Anna Probst. Zusammen mit ihren SV-Mitgliedern Finn Pflanz und Nico Keller klebten sie die Plakate gestern auf Pappen und hängten sie auf.

Stadt Neukirchen unterstützt die Aktion

Unterstützung und Zustimmung erhielten sie von der Stadt Neukirchen. Dort erregten die Plakate der Rechten zuletzt Aufmerksamkeit, weil Bürgermeister Klemens Olbrich sie entfernen ließ und dann doch wieder aufhängen lassen musste. „Politisch war das mit Sicherheit richtig, justiziabel leider nicht“, sagt Höfer. „Wir wollen den Bürgermeister damit auch unterstützen“, sagt Kaiser. Die Aktion sei den Schülern sehr wichtig gewesen, da die Plakate der Rechten teils auch vor ihrem Zuhause hängen.

Unterstützung von der Stadt Neukirchen: Eckhardt Berg vom Bauhof half Anna Probst dabei, die Plakate in der Kurhessenstraße aufzuhängen.

„Die Plakate sollten unbedingt noch vor der Europawahl und unbedingt in Neukirchen angebracht werden“, sagt Schulleiter Rödiger. In Neukirchen gebe es ein weites Feld von politischen Meinungsäußerungen, außerdem habe das Thema in Neukirchen seinen Ursprung gehabt. Die Schule, so Rödiger, habe bei der Aktion sofort zugesagt: „Das Ziel war ein großes Netzwerk an Menschen, die zeigen, dass sie anderer Meinung sind. Die Schüler zeigen durch ihr Handeln: So geht es nicht.“

Schüler in Neukirchen hängen Protestplakate gegen Die Rechte auf

 
 © Björn Friedrichs
 
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