Neukirchener von Thomas Cook-Pleite betroffen

Neukirchener Reisegruppe schlief um ein Haar am Strand

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Verbrachten ihren Urlaub um ein Haar nicht im Hotel: Die Neukirchener Arthur Sauer, Arnold Weich und Nils Palatinus wurden Opfer der Thomas Cook-Pleite. 

Es war ein Schock, der langersehnte Urlaub stand von heute auf morgen für viele Urlauber auf der Kippe, und das eine Woche vor den Herbstferien.

Ähnlich erging es Arthur Sauer, Nils Palatinus und Arnold Weich aus Neukirchen. Die jungen Männer hatten sich im Internet ein paar Tage Mallorca gebucht, bevor die kalte Jahreszeit endgültig in Deutschland ankommen sollte.

Die drei Urlauber standen mit nichts da außer einem Schreiben der Reisegesellschaft. Da sie ihre Reise nicht in einem Reisebüro gebucht hatten, fehlte jeglicher Ansprechpartner.

„Wir sind einfach am Dienstag auf gut Glück an den Flughafen nach Frankfurt gefahren, wir wussten nicht, was als Nächstes passiert“, erklärt uns Arthur Sauer telefonisch.

Online-Check-in der Airline funktionierte

Die Touristen hatten zuvor wie viele andere Reisende eine Email ihres Reiseunternehmens Neckermann erhalten, der zu entnehmen war, dass sie „weder Fluggesellschaft noch Hotel als Gäste akzeptieren würden.“ Die jungen Männer nahmen es vorerst gelassen. „Im ersten Moment dachten wir uns, völlig egal, schlafen wir eben am Strand.“ 

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Trotz angeblich gestrichener Flüge funktionierte der Online-Check-in der Fluggesellschaft, was die Schwälmer zu einem Anruf bei der RyanAir bewegte. „Wir haben bei RyanAir angefragt, wie es um unsere Flüge steht und uns wurde versichert, dass wir auf jeden Fall mitgenommen werden“, erzählt Arthur Sauer.

Neckermann Stand regulär geöffnet

Eine Überraschung bot sich den Urlaubern dann direkt am Flughafen in Palma. „Neckermann-Reisen hatte seinen Schalter ganz regulär geöffnet und wir wurden wie üblich mit einer Reisebegleiterin im Bus zu unserem Hotel gebracht. Neckermann war relativ gut besetzt für die Umstände“, heißt es vonseiten der Urlauber.

Ohne Nachzahlung kein Dach über dem Kopf

Nur die Hotelleitung stellte sich den Schwälmern nach ihrer Ankunft in den Weg. „Unsere Zimmer waren zwar für uns reserviert, wir mussten allerdings alle nachzahlen, um sie auch wirklich nutzen zu können“, erklärt Sauer. Die Schwälmer flogen am Freitag zurück in die Heimat. Draufgezahlt haben sie bei ihrem Spontantrip zusammen rund 205 Euro. Ob die Reisekosten erstattet werden und wann das passieren wird, ist ungewiss, den Schwälmern fehlt bisher dazu jegliche Information – wie tausenden anderen Betroffenen auch.

Von Luisa Weckesser

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